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Weniger Geldautomaten erschweren den Bargeldzugang

Digitales Bezahlen nimmt zu, Filialen und Terminals verschwinden aus dem Alltag

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Weniger Geldautomaten erschweren den Bargeldzugang

In Deutschland stehen immer weniger Geldautomaten zur Verfügung. Die Zahl ist im vergangenen Jahr erneut gesunken und lag nach Angaben der Bundesbank zuletzt bei rund 49.750 Geräten. Das entspricht einem Rückgang von etwa drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als noch etwa 51.300 Automaten gezählt wurden. Parallel dazu schrumpft auch das Filialnetz der Banken: Die Zahl der Zweigstellen ging 2024 um gut acht Prozent auf nur noch 17.870 Standorte zurück. Dennoch sieht die Bundesbank die Versorgung mit Bargeld weiterhin als gesichert an.

Trotz dieser Entwicklung müssen Verbraucher inzwischen längere Wege in Kauf nehmen, wenn sie Bargeld abheben wollen. Durchschnittlich liegt der nächste Geldautomat oder Bankschalter 1,4 Kilometer entfernt. Rund 80,7 Millionen Menschen in Deutschland – das sind 95,7 Prozent der Bevölkerung – leben laut Bundesbank in Gemeinden, in denen mindestens eine Bargeldausgabestelle vorhanden ist. Allerdings bedeutet der Rückgang an Automaten und Filialen in der Praxis für viele Bürger einen größeren organisatorischen Aufwand bei der Bargeldversorgung.

Die Ursache für diesen Strukturwandel im Zahlungsverkehr liegt vor allem im veränderten Verhalten der Verbraucher. Finanzgeschäfte werden zunehmend digital abgewickelt, entweder über das Smartphone oder am heimischen Computer. Klassische Barzahlungen nehmen seit Jahren ab, während die Kartenzahlung kontinuierlich an Bedeutung gewinnt. Dieser Trend wurde im vergangenen Jahr erneut deutlich: Etwa 13 Milliarden Kartenzahlungen wurden in Deutschland registriert – ein Anstieg um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch weitere bargeldlose Zahlungsmethoden verzeichnen Zuwächse. Laut einer Umfrage der Postbank begleichen fast zwei Drittel der Befragten ihre Einkäufe hauptsächlich mit Girokarte, Kreditkarte oder per Smartphone beziehungsweise Smartwatch. Auch Lastschriften und Online-Überweisungen werden häufiger genutzt. Der Rückgang von rund drei Prozent bei den Überweisungsterminals – von etwa 23.200 auf 22.500 – deutet ebenfalls auf eine fortschreitende Digitalisierung des Zahlungsverkehrs hin.

Die sinkende Zahl an Geldautomaten und Filialen steht somit in direktem Zusammenhang mit dem veränderten Zahlungsverhalten der Bevölkerung. Die Bargeldversorgung bleibt zwar gewährleistet, erfordert aber zunehmend mehr Planung und längere Wege. Die Entwicklung hin zu digitalen Zahlungsmethoden setzt sich unvermindert fort.

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