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Weltweite Geldvermögen erreichen neuen Höchststand

Reichste zehn Prozent kontrollieren 85 Prozent des Vermögens

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Weltweite Geldvermögen erreichen neuen Höchststand

Noch nie zuvor haben die Menschen weltweit so viel Geldvermögen besessen wie im vergangenen Jahr. Nach Berechnungen der Allianz summierte sich das Bruttovermögen privater Haushalte Ende 2024 auf insgesamt 269 Billionen Euro. Damit stieg der Wert im Vergleich zu 2023 um 8,7 Prozent. In die Analyse flossen Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere wie Aktien und Anleihen sowie Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionsfonds ein. Immobilien wurden nicht berücksichtigt.

Bereits im Jahr 2023 hatten die Geldvermögen um acht Prozent zugelegt. Für das laufende Jahr erwarten die Ökonomen des Versicherungskonzerns einen erneuten Zuwachs, wenn auch etwas moderater bei rund sechs Prozent. Allerdings weisen die Autoren der Studie darauf hin, dass die hohe Inflation die Vermögenswerte künstlich nach oben getrieben habe. Gemessen am Verhältnis zur weltweiten Wirtschaftsleistung erreichte das private Geldvermögen 283 Prozent und damit nur das Niveau von 2017.

Die Untersuchung zeigt zugleich, dass die globale Ungleichheit beim Vermögen unverändert groß ist. Die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung vereinen weiterhin rund 85 Prozent der gesamten Finanzmittel auf sich. Trotz politischer Debatten sei es in den vergangenen Jahren nicht gelungen, hier Veränderungen herbeizuführen. Auch der lange Zeit beobachtete Trend, dass ärmere Länder bei den Vermögen aufholen, habe sich seit 2017 mehr oder weniger verlangsamt und stagniere.

Ein Blick auf die Rangliste der untersuchten 57 Staaten verdeutlicht die Unterschiede: In Deutschland betrug das durchschnittliche Netto-Geldvermögen pro Kopf 86.800 Euro. Damit lag die Bundesrepublik auf Platz 13. Deutlich höher positionierten sich die USA mit einem Pro-Kopf-Vermögen von 311.000 Euro. Es folgten die Schweiz mit 268.860 Euro und Singapur mit 197.460 Euro. Am unteren Ende rangierte Pakistan, wo die privaten Haushalte im Schnitt lediglich 630 Euro pro Person auswiesen.

Auch bei der Frage, wie gespart und investiert wird, treten Unterschiede zutage. Amerikanische Haushalte setzten bei der Anlage neuer Ersparnisse in hohem Maße auf Wertpapiere. Zwei Drittel des neu gebildeten Vermögens flossen dort in Aktien, Anleihen und ähnliche Papiere. In Westeuropa lag dieser Anteil bei lediglich 26 Prozent. Die Strategie in Nordamerika zahlte sich aus: Das Geldvermögen stieg dort in den vergangenen zehn Jahren um durchschnittlich 6,2 Prozent jährlich. In Westeuropa fiel die jährliche Steigerungsrate mit 3,8 Prozent deutlich niedriger aus. Zugleich wird in Europa stärker gespart, da die Haushalte insgesamt einen größeren Anteil ihres Einkommens zurücklegen.

Die Allianz-Studie berücksichtigt Länder, die zusammen 91 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und 72 Prozent der Weltbevölkerung abdecken. Damit liefert sie ein umfassendes Bild über die Entwicklung der weltweiten Finanzmittel in den vergangenen Jahren.

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