Wells Fargo verfehlt Gewinnerwartungen trotz Umsatzplus
Die US-Großbank Wells Fargo enttäuschte Anleger mit schwächeren Quartalsergebnissen als erwartet. Trotz eines Gewinnanstiegs von 6% verfehlte der Gewinn je Aktie die Analystenschätzungen.

Wells Fargo hat im vierten Quartal 2024 zwar einen höheren Gewinn erzielt, blieb aber hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Die Aktie der viertgrößten US-Bank geriet daraufhin im vorbörslichen Handel unter Druck.
Quartalszahlen im Detail
Die unter der Leitung von CEO Charlie Scharf stehende Bank meldete für das Schlussquartal 2024 einen Nettogewinn von 5,36 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Gewinn je Aktie von 1,62 Dollar – ein Plus von 6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Analysten hatten jedoch mit 1,66 Dollar je Aktie gerechnet.
Nettozinserträge steigen
Positiv entwickelten sich die Nettozinserträge, eine Schlüsselkennzahl für die Profitabilität von Banken. Höhere Kreditbestände trugen maßgeblich zu diesem Anstieg bei. Auch die Nichtzinserträge, die unter anderem Gebühren und Provisionen umfassen, legten zu.
Marktreaktion
Die Verfehlung der Gewinnerwartungen führte zu einem Kursrückgang der Wells Fargo-Aktie im vorbörslichen Handel. Investoren zeigten sich enttäuscht, dass die Bank trotz gestiegener Erträge nicht die prognostizierten Gewinne erzielen konnte.
Für deutsche Anleger bleibt Wells Fargo als eine der größten US-Banken ein wichtiger Indikator für die Verfassung des amerikanischen Finanzsektors. Die Ergebnisse geben Aufschluss über die Kreditnachfrage und das Zinsumfeld in den USA.
