Wasserflugzeug in Washington abgestürzt – alle 11 Insassen gerettet
Ein Kenmore-Air-Wasserflugzeug verunglückte nahe Sucia Island und fing Feuer – alle Personen an Bord konnten gerettet werden.

Ein Wasserflugzeug der US-amerikanischen Fluggesellschaft Kenmore Air ist am Donnerstag im Bundesstaat Washington notgelandet und anschließend in Brand geraten. Alle elf Personen an Bord konnten gerettet werden, wie die US-Küstenwache mitteilte. Das Unglück ereignete sich gegen 17:15 Uhr Ortszeit (00:15 Uhr GMT) in der Shallow Bay nahe Sucia Island.
Bei dem verunglückten Flugzeug handelt es sich um eine de Havilland DHC-3 Otter, die vom Lake Union in Seattle gestartet war. An Bord befanden sich zehn Passagiere sowie ein Pilot. Ein von der Küstenwache veröffentlichtes Bild zeigte das brennende Wasserflugzeug an der Absturzstelle im Wasser.
Rettungsaktion mit internationaler Beteiligung
Die US-Küstenwache koordinierte gemeinsam mit kanadischen und lokalen Einsatzkräften zahlreiche Einheiten, um bei der Rettung zu helfen. Der Einsatz war damit grenzüberschreitend, was der geografischen Lage des Unglücksorts geschuldet ist: Sucia Island gehört zu den San-Juan-Inseln im Bundesstaat Washington und liegt nördlich von Seattle in unmittelbarer Nähe zur kanadischen Grenze.
Mehrere Passagiere erlitten bei dem Unfall Verletzungen. Zwei verletzte Passagiere wurden in medizinische Einrichtungen in Bellingham gebracht, zwei weitere zur Untersuchung und Behandlung nach Orcas Island transportiert. Die Küstenwache bestätigte, dass „mehrere Patienten zur medizinischen Untersuchung und Behandlung in örtliche Krankenhäuser transportiert" wurden.
Kenmore Air: Größte Wasserfluggesellschaft der USA
Kenmore Air ist die größte Wasserfluggesellschaft der Vereinigten Staaten und wurde bereits im Jahr 1946 gegründet. Das Unternehmen befördert laut eigenen Angaben jährlich mehr als 90.000 Passagiere auf Linien-, Rund- und Charterflügen. Die Fluggesellschaft ist vor allem für ihre Verbindungen zwischen Seattle und den umliegenden Inseln sowie nach Kanada bekannt.
CEO David Gudgel äußerte sich in einer offiziellen Stellungnahme zu dem Vorfall: „Kenmore Air arbeitet vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden zusammen, und wir werden weiterhin verifizierte Informationen bereitstellen, sobald diese verfügbar sind." Die Ursache des Unfalls ist bislang nicht bekannt. Die Ermittlungen laufen.
