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Warnstreiks bei VW spitzen Tarifkonflikt weiter zu

Beschäftigte protestieren gegen Lohnkürzungen und drohende Werksschließungen in mehreren Standorten

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Warnstreiks bei VW spitzen Tarifkonflikt weiter zu

Beschäftigte des Automobilkonzerns Volkswagen beteiligen sich im Rahmen eines anhaltenden Tarifstreits erneut an Warnstreiks. Heute sollen neun deutsche VW-Standorte für vier Stunden bestreikt werden, wie die IG Metall bekannt gab. Dieser zweite flächendeckende Warnstreik zielt darauf ab, den Druck auf die Unternehmensleitung in den laufenden Verhandlungen zu erhöhen. Besonders im Fokus steht die Forderung der Gewerkschaft nach einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen und dem Erhalt von Arbeitsplätzen.

Bereits Anfang Dezember waren rund 100.000 Mitarbeitende für zwei Stunden in den Ausstand getreten, um ihre Forderungen nach „Zukunft statt Kahlschlag“ zu untermauern. Damals waren dieselben Standorte betroffen, an denen auch jetzt wieder gestreikt werden soll, darunter Wolfsburg, Zwickau, Hannover, Emden, Kassel-Baunatal, Braunschweig, Salzgitter, Chemnitz und die "Gläserne Manufaktur" in Dresden. In Wolfsburg, dem Hauptsitz des Konzerns, beteiligten sich allein 47.000 Beschäftigte am ersten Warnstreik.

Zentrale Forderungen der IG Metall sind der Erhalt der Beschäftigungssicherung sowie die Vermeidung von Werkschließungen und betriebsbedingten Kündigungen. VW hingegen fordert eine zehnprozentige Kürzung der Löhne und verweigert bislang jegliche Erhöhung. Das Unternehmen begründet seine Position mit hohen Kosten, einer geringen Auslastung und einer schwachen Nachfrage nach Neuwagen. Laut Betriebsrat sind von den geplanten Einschnitten mehrere Werke sowie Zehntausende Arbeitsplätze bedroht.

Heute wird der Warnstreik mit einer Protestkundgebung vor dem Vorstandshochhaus in Wolfsburg verbunden. Dort sollen neben dem IG-Metall-Verhandlungsführer Thorsten Gröger auch Betriebsratschefin Daniela Cavallo und die IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner sprechen. Im Anschluss beginnt in der Volkswagen Arena die vierte Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft und der Unternehmensleitung.

Die Auseinandersetzungen betreffen etwa 120.000 Beschäftigte in den VW-Werken, die einem eigenen Haustarif unterliegen. Hinzu kommen mehr als 10.000 Mitarbeitende in den sächsischen Werken, deren Angleichung an den Haustarif 2021 vereinbart wurde. Die Gewerkschaft hofft, durch die erneuten Streiks Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen zu bringen und die Unternehmensleitung zu Zugeständnissen zu bewegen. Die nächste Woche gilt daher als entscheidend im Tarifkonflikt.

VolkswagenIG MetallStreit Streik

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