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Wall Street unter Druck nach Iran-Angriff

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Wall Street unter Druck nach Iran-Angriff

Ein israelischer Angriff auf iranische Atomanlagen hat die Finanzmärkte weltweit in Aufruhr versetzt. Auch an der Wall Street dominierten geopolitische Sorgen das Geschehen. Die wichtigsten US-Aktienindizes verzeichneten durchweg Verluste. Der Dow Jones beendete den Handel mit einem Minus von 1,79 Prozent bei 42.197 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sank um 1,1 Prozent, während die Technologiebörsen Nasdaq und Nasdaq 100 jeweils 1,3 Prozent einbüßten.

Trotz der angespannten Lage blieb eine Panikreaktion unter den Anlegern aus. Beobachter sprachen von einer besorgten, aber kontrollierten Marktstimmung. Der Markt folge dem typischen Muster in Krisenzeiten: Aktienkurse sinken, während Öl und Gold zulegen. Die Situation in Nahost sei zwar beunruhigend, aber bislang ohne massive Auswirkungen auf den Handel.

Ein empfindlicher Indikator blieb der Ölmarkt. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 6,4 Prozent auf 74,74 Dollar, während die US-Sorte WTI sogar 6,8 Prozent zulegte und zeitweise den höchsten Stand seit Ende Januar erreichte. Hintergrund ist die Sorge um eine mögliche Beeinträchtigung der Ölexporte des Iran sowie die strategisch bedeutsame Straße von Hormus, durch die täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels läuft.

Auch der deutsche Aktienmarkt geriet unter Druck. Der DAX verlor 1,07 Prozent und schloss bei 23.516 Punkten. Damit verzeichnete er den sechsten Verlusttag in Folge. Der MDAX fiel um 1,52 Prozent. Analysten sprechen von einem „Raus aus dem Risiko“-Verhalten unter den Investoren, die sichere Häfen wie Gold und den US-Dollar bevorzugten. Der Goldpreis stieg auf 3.429 Dollar je Feinunze, während der Dollar leicht zulegte.

Im Fokus standen zudem Boeing und GE nach einem Flugzeugabsturz in Indien mit über 240 Toten. Die indische Luftfahrtbehörde kündigte Sicherheitsüberprüfungen für Maschinen des Typs Boeing 787 mit GE-Triebwerken an. Fluglinien gerieten angesichts steigender Ölpreise und Flugstreichungen unter Druck. Lufthansa-Aktien verloren zeitweise deutlich, reduzierten aber ihre Verluste auf 2,7 Prozent.

Unterdessen legte das US-Konsumklima laut Universität Michigan erstmals seit sechs Monaten zu. Die Erholung der Verbraucherstimmung überraschte Experten positiv, auch wenn weiterhin große wirtschaftliche Risiken gesehen werden. Rüstungsaktien profitierten von der angespannten Lage – im DAX stiegen Rheinmetall-Aktien, im MDAX waren Hensoldt und Renk gefragt.

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