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Wall Street steigt: Iran-Hoffnung, Arm-Chip und Social-Media-Urteil

US-Börsen legen zu, während Diplomatie im Iran-Konflikt Hoffnung weckt und Arm Holdings mit eigenem Chip überrascht.

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Wall Street steigt: Iran-Hoffnung, Arm-Chip und Social-Media-Urteil

Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch zugelegt, getragen von der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im Iran-Konflikt. Der Dow Jones stieg um 0,7 Prozent, der S&P 500 gewann 0,5 Prozent und der Nasdaq kletterte um 0,8 Prozent. Anleger setzen darauf, dass der Krieg zeitnah beendet werden könnte – trotz widersprüchlicher Signale aus Washington und Teheran.

Der Iran lehnte am Mittwoch offiziell einen US-Vorschlag zur Beendigung des Konflikts ab und präsentierte eigene Forderungen, darunter finanzielle Entschädigungen für Kriegsschäden. In privaten Gesprächen zeigt sich Teheran jedoch deutlich kompromissbereiter, wie das Wall Street Journal berichtete. Die Lage bleibt damit ausgesprochen unübersichtlich.

Arm Holdings überrascht mit eigenem Chip

Ein klarer Kurstreiber war Arm Holdings: Das britische Chip-Design-Unternehmen, das üblicherweise seine Designs an andere Halbleiterhersteller lizenziert, kündigte seinen ersten eigenen Chip an. CEO Rene Haas erklärte, Arm erwarte bis 2031 einen Umsatz von 15 Milliarden US-Dollar allein durch dieses Produkt. Die in den USA gehandelten Aktien des Unternehmens sprangen daraufhin um 16 Prozent nach oben.

Der Schritt markiert eine strategische Neuausrichtung für Arm, das bislang als reiner Lizenzgeber galt. Mit dem Einstieg in die eigene Chip-Fertigung tritt das Unternehmen in direkten Wettbewerb mit seinen bisherigen Kunden – ein riskantes, aber potenziell lukratives Manöver.

Meta und YouTube verlieren Prozess wegen Social-Media-Sucht

Für Aufsehen sorgte zudem ein Urteil gegen Meta Platforms und YouTube: Eine US-amerikanische Jury befand beide Unternehmen für fahrlässig, weil sie Plattformen betrieben hätten, die Kindern und Jugendlichen schaden, ohne ausreichend vor diesen Risiken zu warnen. Das Gericht verurteilte Meta und die Google-Muttergesellschaft Alphabet, die YouTube betreibt, zur Zahlung von 3 Millionen US-Dollar an die Klägerin, eine 20-jährige Frau.

Trotz des Urteils reagierten die Aktienmärkte kaum: Die Papiere von Meta und Alphabet zeigten sich am Mittwoch weitgehend unverändert. Für deutsche Anleger ist das Verfahren dennoch relevant – es könnte als Präzedenzfall für ähnliche Klagen in Europa dienen und die regulatorische Diskussion rund um Social-Media-Haftung weiter befeuern.

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