Wall Street startet schwächer: Trump dämpft Hoffnungen auf Iran-Deal
Trumps Ankündigung aggressiverer Iran-Angriffe belastet die US-Börsen zum Wochenabschluss spürbar.

Die Wall Street ist am Donnerstag mit deutlichen Verlusten in den Handel gestartet. Auslöser war eine Aussage von US-Präsident Donald Trump, der aggressivere Angriffe auf den Iran signalisierte und damit Hoffnungen auf eine rasche Lösung des Nahost-Konflikts zunichtemachte.
Der Dow Jones Industrial Average verlor zur Eröffnung 96,4 Punkte oder 0,21 Prozent und notierte bei 46.469,36 Zählern. Der breit gefasste S&P 500 gab um 62,7 Punkte beziehungsweise 0,95 Prozent auf 6.512,61 Punkte nach. Besonders hart traf es den technologielastigen Nasdaq Composite, der um 368,4 Punkte oder 1,69 Prozent auf 21.472,52 Zähler einbrach.
Der Handelsrückgang fiel auf einen besonders ungünstigen Zeitpunkt: Es handelte sich um den letzten Handelstag einer feiertagsbedingt verkürzten Woche, was die Liquidität an den Märkten zusätzlich einschränkte und Kursbewegungen verstärken kann.
Geopolitische Unsicherheit belastet Risikobereitschaft
Die Aussagen Trumps über eine mögliche Eskalation im Nahen Osten treffen die Märkte in einer ohnehin angespannten Phase. Investoren hatten zuletzt auf diplomatische Fortschritte gehofft, die eine Entspannung der Lage hätten bringen können. Diese Erwartungen wurden nun abrupt gedämpft.
Für deutsche Anleger mit US-Engagements bedeutet die Entwicklung zusätzliche Vorsicht. Geopolitische Risiken können insbesondere Energiepreise und damit verbundene Sektoren belasten – ein Faktor, der auch europäische Märkte nicht unberührt lässt.
