Wall Street schließt uneinheitlich vor Karfreitagspause
Trotz diplomatischer Entspannungssignale rund um die Straße von Hormus bleibt die Nervosität an den US-Börsen spürbar.

Die US-Aktienmärkte beendeten den Handelstag vor dem Karfreitag uneinheitlich. Belastet wurden die Kurse zunächst durch steigende Ölpreise und aggressive Rhetorik von US-Präsident Donald Trump. Im Tagesverlauf stabilisierte sich die Stimmung jedoch merklich.
Für Erleichterung sorgte eine Mitteilung des iranischen Außenministeriums: Teheran arbeite gemeinsam mit dem Oman an einem Protokoll zur Regelung des Schiffsverkehrs in der strategisch bedeutsamen Straße von Hormus. Durch diese Meerenge fließt rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels. Auch Großbritannien meldete, dass Dutzende von Ländern aktiv über Wege zur Beilegung der Krise berieten.
Diese diplomatischen Signale dämpften die Sorgen über eine dauerhafte Unterbrechung der globalen Ölversorgung. Die Ölpreise gaben daraufhin einen Teil ihrer Tagesgewinne wieder ab, was den Aktienmärkten Auftrieb gab.
Stärkste Wochenperformance seit vier Monaten
Trotz des uneinheitlichen Tagesabschlusses verzeichneten alle drei großen US-Indizes – Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq – ihren stärksten Wochenanstieg seit vier Monaten. Es war zugleich die erste Gewinnwoche nach sechs aufeinanderfolgenden Verlustwochen, was Anlegern eine gewisse Erleichterung verschaffte.
Die Märkte bleiben am Karfreitag geschlossen. Anleger haben damit bis zum Montag Zeit, die geopolitische Lage neu zu bewerten. Die Entwicklungen rund um die Straße von Hormus und mögliche weitere Eskalationen durch die US-Regierung dürften die Agenda zu Wochenbeginn bestimmen.
