ANZEIGE

Wall Street im Minus: Fed-Zinsoptimismus und Banken belasten die Märkte

Renditeanstieg und schwaches Verarbeitendes Gewerbe verschärfen die Unsicherheit an den US-Aktienmärkten

2 Min
Wall Street im Minus: Fed-Zinsoptimismus und Banken belasten die Märkte

Die US-Aktienmärkte starteten nach dem verlängerten Wochenende in den USA mit einem Dämpfer in die verkürzte Börsenwoche. Der Dow Jones Industrial schloss am Dienstag 0,62 Prozent tiefer bei 37.361,12 Punkten, der S&P 500 verzeichnete einen Rückgang um 0,37 Prozent auf 4.765,98 Zähler, während der Nasdaq 100 leicht um 0,01 Prozent auf 16.830,71 Punkte fiel. Händler verwiesen auf Äußerungen von Fed-Gouverneur Christopher Waller, der signalisierte, dass die US-Notenbank die Leitzinsen nicht so bald und aggressiv senken wird, wie erwartet wurde. Waller betonte, dass der Arbeitsmarkt in guter Verfassung sei und die Inflation graduell zurückgehe, was ein weniger drastisches Vorgehen bei den Zinsen rechtfertige.

Besonders unter Druck gerieten die Banken, die millionenschwere Zahlungen an einen Einlagensicherungsfonds leisten mussten. Goldman Sachs und Morgan Stanley zahlten im vierten Quartal jeweils 529 bzw. 535 Millionen Dollar ein. Die Morgan-Stanley-Aktie verlor mehr als drei Prozent, während die Titel von Goldman Sachs leicht im Minus lagen. Dies zeigt, wie hohe Kosten die Banken belasten und deren Bilanzen beeinträchtigen können.

Die Aktien von Tesla verzeichneten hingegen einen Anstieg um mehr als zwei Prozent, nachdem Elon Musk, der CEO des Unternehmens, erklärt hatte, dass er den Bereich Robotik und Künstliche Intelligenz (KI) nur dann ausbauen würde, wenn er mindestens 25 Prozent der Stimmrechte an Tesla besäße. Derzeit besitzt Musk etwa 13 Prozent der Tesla-Aktien. Apple hingegen verlor zeitweise knapp zwei Prozent, nachdem das Unternehmen Rabatte auf seine iPhones in China angeboten hatte.

Ein weiterer Faktor, der die Aktienmärkte beeinflusste, war der Anstieg der Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen um fast sechs Basispunkte auf knapp über vier Prozent. Dies führte dazu, dass die Aktienkurse fielen, da höhere Renditen auf Anleihen Anleger aus Aktien herausziehen können.

Ein besorgniserregendes Zeichen für die US-Wirtschaft war auch der Rückgang des Index für das Verarbeitende Gewerbe im Bundesstaat New York auf den niedrigsten Wert seit Mai 2020. Dies deutet auf eine Schwäche im verarbeitenden Sektor hin, die möglicherweise auf die anhaltenden Herausforderungen durch die Pandemie zurückzuführen ist.

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer