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Wall Street ignoriert Edelmetall-Crash: Dollar und Aktien steigen deutlich

Trotz historischem Gold- und Silber-Einbruch setzen Anleger auf starke Konjunkturdaten und Unternehmenszahlen

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Wall Street ignoriert Edelmetall-Crash: Dollar und Aktien steigen deutlich

Die US-Börsen zeigten sich am Montag unbeeindruckt vom dramatischen Ausverkauf bei Edelmetallen und setzten ihre Aufwärtsbewegung fort. Während Gold um weitere 4 Prozent und Silber um 7 Prozent einbrachen, konzentrierten sich Anleger auf robuste Wirtschaftsdaten aus den USA und weltweit. Der Dollar legte um 0,7 Prozent zu und erreichte dabei besonders starke Gewinne gegenüber der norwegischen Krone und dem Schweizer Franken.

Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sprang im Januar überraschend auf 52,6 Punkte und signalisierte damit einen kräftigen Start der US-Industrie ins neue Jahr. Zusätzlich sorgten positive Unternehmensergebnisse und eine scheinbare Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran für Rückenwind an den Märkten. Britische und europäische Leitindizes markierten neue Allzeithochs.

Die Nominierung von Kevin Warsh durch US-Präsident Donald Trump als neuen Fed-Vorsitzenden hatte am Freitag den historischen Einbruch bei Edelmetallen ausgelöst. Gold verzeichnete seinen größten Tagesverlust seit 1983, während Silber und Platin ihre schlechtesten Handelstage aller Zeiten erlebten. Die realisierte 10-Tages-Volatilität bei Silber schoss laut Pepperstone auf extreme 186 Prozent.

Unterschiedliche regionale Reaktionen

Während europäische und US-amerikanische Märkte den Edelmetall-Crash weitgehend ignorierten, zeigten asiatische Börsen deutliche Schwäche. Südkorea und Indonesien verloren jeweils 5 Prozent. Die Wall Street hingegen verzeichnete Zugewinne, angeführt von Industrie-, Finanz- und Basiskonsumgüter-Aktien mit Anstiegen von mindestens 1 Prozent.

Energie-Titel gaben um 2 Prozent nach, nachdem die Ölpreise um 4,5 Prozent gefallen waren. Versorger-Aktien verloren 1,5 Prozent. Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen über alle Laufzeiten um rund 4 Basispunkte, wobei die Zinskurve zwischen 2- und 10-jährigen Papieren kurzzeitig den steilsten Stand seit April 2024 erreichte.

Handelspolitische Entwicklungen

Auf handelspolitischer Ebene kündigten die USA eine Senkung der Zölle für Indien auf 18 Prozent an. Im Gegenzug stimmte Indien zu, seine Ölkäufe aus Russland zu beenden. Diese Entwicklung könnte weitere positive Impulse für die globalen Handelsbeziehungen setzen.

Für Fondsmanager steht nun die Steuerung des Risiko-Exposures im Vordergrund, um breitere Portfolios vor den extremen Schwankungen bei Edelmetallen zu schützen. Bitcoin konnte sich dem negativen Trend bei traditionellen Sachwerten entziehen und legte um 3 Prozent zu. Der Kupferpreis gab moderat um 1,5 Prozent nach.

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