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Wall-Street-Futures fallen wegen Trumps Iran-Ultimatum zur Straße von Hormus

Teheran lehnte einen 45-tägigen Waffenstillstand ab – US-Futures geben im asiatischen Handel deutlich nach.

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Wall-Street-Futures fallen wegen Trumps Iran-Ultimatum zur Straße von Hormus

Die US-Aktienfutures haben am Dienstag im asiatischen Handel spürbar nachgegeben. Auslöser ist die wachsende Sorge der Anleger über das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an den Iran. Teheran hatte zuvor einen von den USA unterstützten Waffenstillstandsvorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus abgelehnt.

Die S&P 500 Futures verloren 0,5 % auf 6.621,50 Punkte, die Nasdaq 100 Futures gaben um 0,6 % auf 24.225,00 Punkte nach. Die Dow Jones Futures verzeichneten ein Minus von 0,3 % auf 46.771,0 Punkte. Zum Vergleich: Die Wall Street hatte am Montag noch fester geschlossen – der Dow Jones stieg um 0,4 %, der S&P 500 legte um 0,5 % zu und der NASDAQ Composite gewann ebenfalls 0,5 %.

Diplomatische Bemühungen scheitern im Nahen Osten

Der Fokus der Märkte liegt fest auf den sich rasch zuspitzenden Ereignissen im Nahen Osten. Der Iran lehnte einen gemeinsam mit regionalen Vermittlern wie Pakistan, Ägypten und der Türkei ausgearbeiteten Vorschlag ab. Dieser sah einen 45-tägigen Waffenstillstand sowie die Wiedereröffnung der strategisch bedeutsamen Straße von Hormus vor.

Teheran bestand stattdessen auf einem dauerhaften Ende des Konflikts. Die iranischen Forderungen umfassen verbindliche Garantien gegen künftige Angriffe, die Aufhebung von Sanktionen, Entschädigungen für Kriegsschäden sowie eine umfassendere regionale Einigung – Bedingungen, die weit über den ursprünglichen Vorschlag hinausgehen.

Trump verschärfte unterdessen seine Rhetorik erheblich. Er warnte, dass ein Versäumnis bis Dienstag, 20:00 Uhr ET, massive US-Angriffe auf iranische Infrastruktur auslösen könnte – darunter Kraftwerke und Brücken. „Das ganze Land kann in einer Nacht ausgeschaltet werden, und diese Nacht könnte morgen Nacht sein", sagte Trump am Montag.

Straße von Hormus blockiert – Ölpreise steigen

Die Straße von Hormus, über die normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Ölströme abgewickelt wird, bleibt aufgrund des Konflikts weiterhin blockiert. Dies treibt die Rohölpreise kräftig nach oben und verstärkt die ohnehin vorhandenen Inflationssorgen weltweit – auch für deutsche Verbraucher und Unternehmen sind steigende Energiepreise eine ernste Belastung.

Die angespannte geopolitische Lage trifft auf ein bereits gemischtes makroökonomisches Umfeld in den USA. Daten vom Montag zeigten, dass der US-Dienstleistungssektor im März etwas an Schwung verloren hat. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) des Institute for Supply Management (ISM) für den Dienstleistungssektor sank von 56,1 im Februar auf 54,0 – und verfehlte damit die Erwartungen von 54,8. Der Index blieb jedoch über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Inflationsdruck auf höchstem Stand seit 13 Jahren

Der ISM-Bericht zeichnet ein differenziertes Bild der US-Wirtschaft: Die Geschäftstätigkeit verlangsamte sich, und der Arbeitsmarkt schwächelte. Nachfrageindikatoren wie die Auftragseingänge blieben hingegen relativ stabil.

Besonders bemerkenswert ist der sprunghafte Anstieg des Index für die bezahlten Preise, der den stärksten Zuwachs seit über 13 Jahren verzeichnete. Dies unterstreicht den zunehmenden Inflationsdruck, der durch höhere Energiekosten und Lieferunterbrechungen infolge der geopolitischen Krise weiter angeheizt wird. Für die US-Notenbank Fed dürfte dies die Entscheidung über künftige Zinssenkungen zusätzlich erschweren.

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