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Wall Street feiert Rekordhoch vor Weihnachten

Zinserwartungen und Einzelaktien sorgen für Kauflaune, während Ölpreise und Übernahmen für Aufsehen sorgen

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Wall Street feiert Rekordhoch vor Weihnachten

Die US-Börse erlebt vor dem Weihnachtsfest eine Welle der Euphorie unter den Investoren, die von der Aussicht auf mögliche Zinssenkungen befeuert wird. Am 18. Dezember 2023 verzeichnete der Dow-Jones-Index einen Anstieg um bis zu 0,2 Prozent auf 37.393 Punkte, was bereits das vierte aufeinanderfolgende Allzeithoch darstellt. Auch der breitere S&P 500 und der Nasdaq-Index der Technologiebörse legten um jeweils 0,6 Prozent zu und erreichten Höchststände von 4747 bzw. 14.901 Punkten.

Diese bemerkenswerte Kauflaune an der Wall Street überrascht nicht nur Experten, sondern zeigt auch das Vertrauen der Anleger in die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed. RoboMarkets-Stratege Jürgen Molnar betont, dass die Stimmung an der Wall Street weiterhin sehr positiv ist. Im Gegensatz dazu haben einige Anleger in Europa am Montag Gewinne mitgenommen, was zu einem Rückgang des DAX und des EuroStoxx50 um jeweils 0,6 Prozent führte. Trotz dieser Konsolidierung bleibt der Aufwärtstrend auf dem deutschen Aktienmarkt jedoch intakt, wie Jochen Stanzl, Analyst beim Broker CMC Markets, betont.

Die Investoren richten nun gespannt ihre Aufmerksamkeit auf weitere Wirtschaftsdaten aus den USA, um den künftigen Kurs der US-Notenbank Fed besser einschätzen zu können. Nach der letzten Fed-Sitzung hatten Spekulationen über Zinssenkungen einen kurzfristigen Höhenflug an den Börsen ausgelöst. Allerdings haben jüngste Äußerungen von US-Notenbankern die Erwartungen an rasche Zinssenkungen im kommenden Jahr etwas gedämpft. Die Anleger hoffen nun auf Hinweise zur Zinsentwicklung aus bevorstehenden Daten zur Konsumausgaben und zur Arbeitslosenunterstützung sowie den Daten zu den gestarteten US-Bauvorhaben.

Einzelne Aktien stehen ebenfalls im Fokus des Interesses der Anleger. Die steigenden Ölpreise um bis zu vier Prozent haben zu einem verstärkten Interesse an Öl-Aktien geführt. Die Ölkonglomerate Exxon Mobil und Chevron verzeichneten in der Spitze jeweils einen Anstieg um rund zwei Prozent. Dieser Preisanstieg resultierte aus den Angriffen von Huthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer, die Sorgen über mögliche Störungen der Ölversorgung auslösten. Experten glauben, dass anhaltende Störungen auf einer der wichtigsten Transportrouten der Welt die Ölpreise weiter in die Höhe treiben könnten.

Im Gegensatz dazu verloren die Aktien von Apple rund ein Prozent an Wert. Diese Abwärtsbewegung wurde durch Berichte ausgelöst, wonach chinesische Behörden und staatlich unterstützte Unternehmen ihre Mitarbeiter aufgefordert haben, iPhones und andere ausländische Geräte nicht mit zur Arbeit zu bringen. Diese Entwicklung wirkt sich negativ auf die Stimmung der Anleger aus.

Ein weiterer interessanter Einzelfall ist der steile Anstieg der Aktien von United States Steel um mehr als ein Viertel. Dies folgte der Ankündigung der japanischen Nippon Steel, den Stahlhersteller im Rahmen eines 14,9 Milliarden Dollar schweren Geschäfts zu übernehmen. Dieser Deal hat das Interesse der Investoren geweckt und die Aktien von US Steel in die Höhe getrieben.

AktienBörseUSADow Jones

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