Wall Street beendet turbulente Woche mit starken Gewinnen
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Starke Kursgewinne an der Wall Street beendeten eine turbulente Handelswoche mit Zuversicht. Die Investoren sind optimistisch, dass im US-Schuldenstreit noch an diesem Wochenende ein Deal zustande kommt. Die entflammte Hoffnung auf eine baldige Einigung im Schuldenstreit sorgte für Erleichterung an der Wall Street. Der Dow Jones stieg um ein Prozent auf 33.093,34 Punkte, während der marktbreite S&P 500 um 1,3 Prozent auf 4205,45 Punkte zulegte. Insbesondere US-Chipwerte profitierten von der Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) und trieben den technologielastigen Nasdaq 100 um 2,6 Prozent auf 14.298,41 Punkte voran.
Die Meldungen über Fortschritte bei der Anhebung der US-Schuldenobergrenze lockten die Anleger zurück in den Aktienmarkt. Laut einem Bericht der "New York Times" scheinen die Unterhändler von Demokraten und Republikanern einer Einigung nahe zu sein und haben bereits mit der Ausarbeitung eines Gesetzentwurfs begonnen. David Sadkin vom Vermögensberater Bel Air Investment Advisors kommentierte: "Der Markt reagiert wirklich gut auf einen zu erwartenden Deal, und es sieht so aus, als ob der Rahmen für die Vereinbarung kurz vor der Umsetzung steht und wir eine gewisse Erleichterungsrally erleben."
Die Verhandlungen zum Schuldenstreit könnten sich jedoch noch bis ins Wochenende hinziehen, so ein Regierungsvertreter laut der Nachrichtenagentur Reuters. Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank betonte, dass es unter normalen Bedingungen nicht zu einem Staatsbankrott kommen würde. Zudem würden sich die Republikaner den Demokraten im Hinblick auf die bevorstehende Präsidentschaftswahl 2024 nicht die Wahlargumente schenken, dass sie eine scharfe Rezession ausgelöst und Amerikas Status als Weltmacht untergraben hätten.
Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Kristalina Georgiewa, kritisierte die USA dafür, eine mögliche Einigung im Schuldenstreit bis zur letzten Minute hinauszuzögern. Sie mahnte, dass die Stabilität des globalen Finanzsystems auf dem Spiel stehe. Es sei "frustrierend", dass man bis zur letzten Minute mit einer Einigung zur Anhebung der Schuldenobergrenze warte.
Positive Konjunkturdaten unterstützten ebenfalls die US-Börsen. Im April verzeichneten sowohl die Konsumausgaben als auch die Aufträge für langlebige Güter überraschend starke Zuwächse. Allerdings sorgten frische Inflationszahlen bei den Investoren für Bedenken und nährten Zweifel darüber, ob ein Ende des Zinserhöhungszyklus in den USA tatsächlich kurz bevorsteht.
Die Entwicklung der persönlichen Verbraucherausgaben, ein von der Fed besonders beachtetes Inflationsmaß, zeigt, dass die Inflationsrisiken hoch bleiben. Dabei werden die schwankungsanfälligen Nahrungsmittel- und Energiekosten außen vor gelassen.
