VW verzeichnet leichten Absatzrückgang im ersten Halbjahr
China-Schwäche ausgeglichen, E-Auto-Verkäufe in Europa und USA rückläufig

Volkswagen hat im ersten Halbjahr dieses Jahres einen leichten Absatzrückgang verzeichnet. Der deutsche Automobilhersteller verkaufte weltweit 4,35 Millionen Fahrzeuge, was knapp unter dem Vorjahresniveau von 4,37 Millionen liegt. Besonders bemerkbar machte sich die anhaltende Marktschwäche in China, wo VW weniger Autos verkaufen konnte. Trotzdem gelang es dem Konzern, die Verluste auf anderen Märkten weitgehend auszugleichen. Zuwächse in Nordamerika, Südamerika und Westeuropa kompensierten die Rückgänge in China nahezu vollständig. Hildegard Wortmann, Vertriebschefin von Volkswagen, sprach von einem intensiven Wettbewerbsumfeld in der Volksrepublik.
Ein Sprecher des Unternehmens wies darauf hin, dass die Konkurrenz in China zum Teil Rabatte von bis zu 50 Prozent gewährt. Im Gegensatz dazu habe Volkswagen stets betont, dass Profitabilität oberste Priorität habe. Diese strategische Ausrichtung hat es VW ermöglicht, trotz der herausfordernden Marktbedingungen in China, stabil zu bleiben.
Während der Absatz von konventionellen Fahrzeugen in den meisten Regionen stabil blieb oder leicht anstieg, lief es bei den Elektroautos weniger gut. Der Absatz von Elektrofahrzeugen sank im ersten Halbjahr auf 317.200 Autos, verglichen mit 321.600 Fahrzeugen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Besonders in Europa und den USA war die Nachfrage nach E-Autos rückläufig, während das Geschäft in China anzog. Um dem entgegenzuwirken, setzt Volkswagen auf neue Modelle, die in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen sollen. Dazu gehören unter anderem der Audi Q6 e-tron und der Porsche Macan, die dem Absatz von Elektroautos neuen Schwung verleihen sollen.
Trotz der Herausforderungen bleibt Hildegard Wortmann optimistisch, das Absatzziel für das Gesamtjahr zu erreichen. Sie verweist auf den An- und Hochlauf zahlreicher wichtiger Modelle, die für einen leichten Anstieg der weltweiten Auslieferungen gegenüber dem Vorjahr sorgen sollen. Unter anderem werden einige neue Plug-In-Hybridautos auf den Markt gebracht, die zusätzliches Wachstumspotential bieten.
