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VW sichert Großteil des Stellenabbaus ab

Mehr als 25.000 vereinbarte Abgänge und hohe Kosten prägen den Umbau des Konzerns

2 Min
VW sichert Großteil des Stellenabbaus ab

Volkswagen setzt seinen im vergangenen Jahr vereinbarten Stellenabbau fort und treibt die Umsetzung des umfassenden Sparprogramms weiter voran. Interne Zahlen zeigen, dass inzwischen mehr als 25.000 Austritte vertraglich geregelt sind. Damit ist ein Großteil der geplanten Reduzierung von rund 35.000 Arbeitsplätzen an den deutschen Standorten organisatorisch abgesichert. Seit Ende 2023 haben etwas mehr als 11.000 Beschäftigte das Unternehmen bereits verlassen, während die meisten der vereinbarten Abgänge erst in den kommenden Jahren wirksam werden.

Rund 18.000 der zugesagten Austritte erfolgen über Vorruhestandsmodelle, die schrittweise greifen. Volkswagen betont, dass der Abbau sozialverträglich gestaltet wird. Zu den angewandten Instrumenten gehören Altersteilzeit, Abfindungsregelungen und reguläre Renteneintritte. Ziel ist eine Verringerung der Belegschaft in Deutschland von derzeit knapp 130.000 Beschäftigten auf unter 100.000.

Um den freiwilligen Austritt attraktiver zu machen, bietet der Konzern umfangreiche finanzielle Ausgleiche. In der Altersteilzeit zahlt VW zwischen 78 und 95 Prozent des bisherigen Nettogehalts weiter und übernimmt die vollständigen Arbeitgeberbeiträge zur Renten- und Altersvorsorge. Zudem wird später die entstehende Rentenlücke zur Hälfte ausgeglichen. Für freiwillige Aufhebungsverträge stehen Abfindungen bereit, deren Höhe stark von Position, Alter und Betriebszugehörigkeit abhängt. Ein Unterabteilungsleiter mit rund 9000 Euro Monatsgehalt und über 20 Jahren Betriebszugehörigkeit kann auf eine Einmalzahlung von mehr als 400.000 Euro kommen. In niedrigeren Entgeltgruppen liegen die Beträge nach zehn Jahren bei etwa 47.000 Euro und nach 20 Jahren bei gut 100.000 Euro.

Bislang wurden gut 2000 Aufhebungsverträge abgeschlossen. Zwei Gründe begrenzen die Zahl der Fälle: Das Programm gilt bisher nur für den Verwaltungsbereich, und es greift das Prinzip der doppelten Freiwilligkeit. Volkswagen plant, das Programm im kommenden Jahr auf den direkten Bereich auszuweiten. Ein Start ist frühestens im Sommer 2026 vorgesehen.

Die finanzielle Belastung des Konzerns bleibt hoch. Die bisherige Sanierung kostete bereits mehr als drei Milliarden Euro. Belastungen entstehen unter anderem durch sinkende Marktanteile in China, die Zollpolitik der US-Regierung und milliardenschwere Abschreibungen bei Porsche. Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit einem Netto-Cashflow nahe null. Interne Schätzungen deuten zudem auf eine mögliche Finanzierungslücke im Jahr 2026 hin. Auch die Investitionsplanung verzögert sich, da zentrale Entscheidungen zur Ausrichtung der weltweiten Werke und zukünftigen Projekte noch nicht getroffen wurden.

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