VW-Führung verzichtet auf Gehaltsteile
Management beteiligt sich an Sparprogramm zur Kostensenkung und Arbeitsplatzsicherung

Die Führungsetage von Volkswagen hat beschlossen, sich mit einem erheblichen Gehaltsverzicht an einem Sparprogramm des Unternehmens zu beteiligen. Laut Berichten wird das Management auf acht Prozent seiner Jahresgehälter verzichten. Dieser Schritt betrifft vor allem die Boni der rund 4000 VW-Manager in Deutschland, die über die kommenden Jahre hinweg schrittweise reduziert werden sollen. Die Änderungen greifen ab diesem Jahr und werden erstmals in den Bonuszahlungen für das Jahr 2026 sichtbar.
Volkswagen hat bestätigt, dass das Management überproportional zum Rest des Unternehmens einen Beitrag zum Sparprogramm leisten wird. Der Konzern hatte bereits zuvor angekündigt, dass die Führungskräfte bis 2030 voraussichtlich mehr als 300 Millionen Euro einsparen werden. Es wird jedoch erwartet, dass auch der Vorstand von Volkswagen auf einen beträchtlichen Teil seines Gehalts verzichten wird, wobei dieser Beitrag separat zum allgemeinen Managementverzicht hinzukommt und dem Aufsichtsrat noch vorgelegt werden muss. Die Gehaltseinbußen für den Vorstand im Jahr 2024 betrugen bereits fünf Prozent, wobei der größte Teil des Gehalts aus Bonuszahlungen besteht.
Die Arbeitnehmervertretung, vertreten durch die Gewerkschaft IG Metall, hatte im Vorfeld des Sparprogramms darauf bestanden, dass sich auch der Vorstand signifikant beteiligen müsse. IG-Metall-Chefin Christiane Benner hatte dazu aufgerufen, dass VW-Vorstände und Aktionäre mit gutem Beispiel vorangehen sollten. VW befindet sich derzeit in einer schwierigen finanziellen und strukturellen Lage und plant den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis 2030, um die Kosten zu senken. Der Abbau soll jedoch ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen.
Das Unternehmen kämpft mit einer geringen Auslastung seiner Werke und plant, die technische Kapazität an seinen deutschen Standorten um über 700.000 Fahrzeuge jährlich zu verringern. Dies entspricht der Produktion von rund zwei Autofabriken. Ein umfassendes Sanierungsprogramm soll jährlich mehr als vier Milliarden Euro einsparen, wobei 1,5 Milliarden Euro durch Reduzierungen bei Löhnen und Gehältern erzielt werden sollen.
