Vulcan Materials enttäuscht mit Quartalszahlen – Aktie bricht ein
Baustoffkonzern verfehlt Erwartungen deutlich, hohe Zinsen belasten Wohnungsbau und drücken Nachfrage

Der US-Baustoffhersteller Vulcan Materials hat am Montag schwache Quartalszahlen vorgelegt und die Anleger enttäuscht. Die Aktie des Unternehmens brach im vorbörslichen Handel um mehr als 7% ein. Analysten hatten mit besseren Ergebnissen gerechnet.
Das Unternehmen meldete für das am 31. Dezember beendete vierte Quartal einen Umsatz von 1,91 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 3,2% gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten jedoch im Schnitt mit 1,96 Milliarden Dollar gerechnet. Beim bereinigten Gewinn je Aktie verfehlte Vulcan die Erwartungen noch deutlicher: Mit 1,70 Dollar lag das Ergebnis weit unter den prognostizierten 2,11 Dollar.
Das größte Geschäftssegment Gesteinskörnungen, das Sand, Kies und Schotter umfasst, steigerte seinen Umsatz von 1,47 auf 1,52 Milliarden Dollar. Dennoch reichte dies nicht aus, um die Markterwartungen zu erfüllen.
Hohe Zinsen belasten Baubranche
Die anhaltend hohen Hypothekenzinsen haben den US-Wohnungsmarkt spürbar abgekühlt. Neue Bauprojekte werden verzögert gestartet, während gleichzeitig die Inflation die Material- und Arbeitskosten weiter in die Höhe treibt. Diese Kombination belastet die Nachfrage nach Baustoffen erheblich.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Vulcan Materials mit einem bereinigten EBITDA zwischen 2,4 und 2,6 Milliarden Dollar. Die Gesamtauslieferungen sollen gegenüber 2025 um lediglich 1% bis 3% steigen – ein verhaltener Ausblick angesichts der Marktbedingungen.
CEO setzt auf öffentliche Bauprojekte
"Wir erwarten eine anhaltende Stärke bei den öffentlichen Bauaktivitäten und sich verbessernde Möglichkeiten im privaten Nichtwohnungsbau", erklärte CEO Ronnie Pruitt. Diese Kombination solle einem bereits gesunden Preisumfeld zugutekommen. Das Unternehmen setzt damit auf Infrastrukturprojekte und gewerbliche Bauten, um die Schwäche im Wohnungsbau auszugleichen.
Vulcan Materials ist einer der größten Produzenten von Baumaterialien in den USA und gilt als wichtiger Indikator für die Baukonjunktur. Die enttäuschenden Zahlen werfen Fragen zur Entwicklung der gesamten Branche auf.
