Vorsichtiger Optimismus prägt den DAX
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Der deutsche Aktienindex DAX hat trotz anfänglicher Zurückhaltung der Anleger im Vorfeld der EZB-Ratssitzung am Donnerstag einen leichten Anstieg verzeichnet. Zum Wochenbeginn schloss der DAX mit einem Plus von 0,39 Prozent und erreichte damit 15.801 Punkte. Damit konnte die wichtige Marke von 15.800 Punkten knapp gehalten werden. Konstantin Oldenburger, ein Experte von CMC Markets, betonte, dass das Erreichen dieser Punktzahl ein entscheidender erster Schritt sei, um eine seit sechs Wochen anhaltende Seitwärtsbewegung zu durchbrechen.
Historisch gesehen ist der September als der schwächste Börsenmonat bekannt. Laut Jörg Scherer von HSBC verzeichneten deutsche Standardwerte seit 1988 im September durchschnittliche Kursverluste von 2,2 Prozent. Auch in den USA sieht es nicht viel rosiger aus. Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest wies darauf hin, dass der Dow Jones im September seit 1960 einen durchschnittlichen Verlust von 0,9 Prozent erlitten hat.
Die amerikanischen Anleger sind derzeit besonders besorgt über die Inflationsdaten, die in dieser Woche erwartet werden. Es gibt Spekulationen darüber, ob die US-Wirtschaft eine "sanfte Landung" erleben könnte. Dies würde bedeuten, dass die Federal Reserve in der Lage wäre, die Inflation zu senken, ohne das Wirtschaftswachstum erheblich zu beeinträchtigen. In Bezug auf die europäischen Märkte sind die Augen der Anleger auf die bevorstehende EZB-Ratssitzung gerichtet. Es gibt Argumente sowohl für eine Zinspause als auch für eine Zinserhöhung. Angesichts der trüben Konjunkturaussichten und der anhaltend hohen Inflation erwartet Carsten Brzeski von der Bank ING eine hitzige Debatte mit ungewissem Ausgang.
In der Wirtschaft gab es auch einige bemerkenswerte Entwicklungen. Die Covestro-Aktie verzeichnete im DAX den größten Kursgewinn, nachdem Spekulationen über das Interesse von Abu Dhabi National Oil (Adnoc) bestätigt wurden. Es gab Berichte, dass ein informelles Angebot von 60 Euro pro Aktie vorgelegt wurde, was einem Gesamtwert von 11,6 Milliarden Euro entspricht.
Die Rheinmetall-Aktie war ebenfalls gefragt, nachdem bekannt wurde, dass das Unternehmen einen weiteren Panzerauftrag für die Ukraine erhalten hat. Dieser Auftrag zur Modernisierung von 40 Schützenpanzern vom Typ Marder wird vom Bund finanziert, um die Ukraine zu unterstützen.
