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Vorbörsliche Kursraketen: CoreWeave, Super Micro und Cava glänzen

Starke Quartalszahlen treiben zahlreiche US-Aktien vorbörslich kräftig nach oben – KI-Werte dominieren die Gewinnerliste.

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Vorbörsliche Kursraketen: CoreWeave, Super Micro und Cava glänzen

Der vorbörsliche Handel am Mittwoch stand ganz im Zeichen starker Quartalsergebnisse. Mehrere Unternehmen übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich und sorgten für teils zweistellige Kursgewinne noch vor der offiziellen Börseneröffnung. Besonders KI-nahe Titel stachen dabei hervor.

CoreWeave legte mit einem Kursplus von mehr als 18,5% am stärksten zu. Das Cloud-Unternehmen für künstliche Intelligenz meldete einen Umsatz von 2,58 Milliarden US-Dollar für das zweite Quartal – ein Anstieg von 112% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit übertraf CoreWeave die LSEG-Konsensschätzung von 2,56 Milliarden Dollar. Besonders beeindruckend: Die bereinigte operative Gewinnmarge lag bei 5%, während Analysten laut FactSet lediglich 2,7% erwartet hatten.

Super Micro Computer mit starker Prognose

Super Micro Computer verzeichnete vorbörslich ein Plus von mehr als 7,5%. Der Rechenzentrum-Infrastrukturanbieter übertraf nicht nur die Schätzungen für das vierte Quartal, sondern gab auch eine optimistische Prognose für das erste Quartal ab. Das Unternehmen erwartet einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 1,01 und 1,10 US-Dollar – deutlich über der LSEG-Konsensschätzung von 76 Cent. Auch beim Umsatz überzeugte Super Micro: Die Prognose von 14,5 bis 15,5 Milliarden Dollar lag weit über den erwarteten 11,68 Milliarden Dollar.

Nebius Group, ein weiterer Akteur im Bereich KI-Infrastruktur, sprang um mehr als 12,5% nach oben. Das Unternehmen meldete EBITDA- und Umsatzzahlen, die über den Analystenschätzungen von FactSet lagen. Zudem fielen die Bruttomargen stärker aus als erwartet – ein klares Signal für operative Stärke.

Lumentum Holdings gewann mehr als 8%, nachdem der Hersteller von optischen und photonischen Produkten die Erwartungen beim bereinigten Gewinn und Umsatz für das vierte Quartal übertraf. Der Titel profitiert vom anhaltenden KI-Boom und hat seit Jahresbeginn bereits mehr als 120% zugelegt – eine bemerkenswerte Performance.

Optik-Sektor profitiert vom KI-Rückenwind

Auch Coherent, ein Hersteller optoelektronischer Geräte, kletterte im vorbörslichen Handel um mehr als 5,5% – und das noch bevor das Unternehmen am Mittwochabend nach Börsenschluss seine eigenen Quartalszahlen vorlegt. Coherent profitierte von den starken Lumentum-Ergebnissen. Im vierten Geschäftsquartal war die Aktie bereits um mehr als 65% gestiegen.

H&R Block überraschte mit einer optimistischen Prognose für das Geschäftsjahr 2027 und legte daraufhin um 11% zu. Der Steuerdienstleister erwartet einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 6,04 und 6,24 US-Dollar sowie einen Umsatz von 4,11 bis 4,16 Milliarden Dollar. Die LSEG-Konsensschätzungen lagen bei 5,86 Dollar je Aktie und 4,05 Milliarden Dollar Umsatz – beides wurde damit übertroffen.

Cava Group, die mediterrane Fast-Casual-Restaurantkette, sprang um fast 12% nach oben. Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal einen Gewinn von 19 Cent je Aktie und übertraf damit die LSEG-Konsensschätzung von 18 Cent. Der Umsatz von 368,4 Millionen Dollar lag ebenfalls über den erwarteten 361 Millionen Dollar.

Verlierer: Software-Aktien unter Druck

Während KI-Infrastrukturwerte glänzten, gehörten Software-Titel zu den größten Verlierern im S&P 500. Workday und Salesforce gaben jeweils um mehr als 1,5% nach. Palantir Technologies und ServiceNow verzeichneten Verluste von mehr als 1%. Die Rotation aus Software- in Hardware- und Infrastrukturwerte spiegelt die aktuelle Marktdynamik wider, bei der Anleger verstärkt auf direkte KI-Profiteure setzen.

Kontoor Brands, der Bekleidungskonzern hinter Marken wie Wrangler und Lee, büßte fast 3% ein. Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 584 Millionen Dollar – leicht unter den von FactSet erwarteten 587 Millionen Dollar. Der Gewinn übertraf zwar die Erwartungen leicht, und Kontoor hob die Gewinnprognose für das Gesamtjahr über die Konsensschätzungen an, doch der schwache Umsatz belastete den Kurs.

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