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Vonovia: Milliardenverlust durch Immobilienkrise

Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia verkauft Bestandsobjekte nach Milliardenverlust

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Vonovia: Milliardenverlust durch Immobilienkrise

Der größte Wohnimmobilienkonzern Deutschlands, Vonovia, hat einen Verlust von knapp 2,1 Milliarden Euro im ersten Quartal 2023 bekannt gegeben. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 58,3 Millionen Euro erzielt. Der Verlust ist auf die Abwertung des Immobilienportfolios zurückzuführen, das Ende März nur noch bei rund 91,2 Milliarden Euro lag, 3,5 Milliarden Euro weniger als Ende 2022. Auch das operative Ergebnis (FFO) ging um knapp 18 Prozent zurück.

Der Grund für die Krise der Immobilienbranche liegt in einer ungünstigen Kombination aus gestiegenen Zinsen, explodierenden Baukosten und hohen Energiepreisen. Vonovia will nun durch den Verkauf von Immobilienbeständen Geld beschaffen. Fünf Bestandsobjekte mit 1350 Wohnungen sollen für 560 Millionen Euro verkauft werden. Käufer ist ein von CBRE Investment Management verwalteter Fonds.

Vonovia-Chef Rolf Buch hatte bereits angekündigt, dass das Unternehmen Wohnungen verkaufen wolle, nachdem es in den vergangenen Jahren einen Expansionskurs einschlug, der unter anderem die Übernahme des kleineren Konkurrenten Deutsche Wohnen beinhaltete. Vonovia hatte dafür Pakete im Wert von rund 13 Milliarden Euro identifiziert.

Buch hat außerdem versprochen, langfristige Investoren ins Boot zu holen. Ende April verkaufte das Unternehmen eine Minderheitsbeteiligung an seinem Südewo-Portofolio für eine Milliarde Euro an den Finanzinvestor Apollo. Mit der nun verkündeten Transaktion mit CBRE habe Vonovia die Verkaufsziele für 2023 fast erreicht.

Der Verkauf der Immobilienobjekte kommt an der Börse gut an, die Vonovia-Aktie zieht auf der Handelsplattform Tradegate um 0,4 Prozent an. Der Abwärtstrend ist aber weiterhin intakt. Die Papiere des DAX-Konzerns stehen seit Anfang 2022 massiv unter Druck und haben seitdem rund 60 Prozent ihres Werts eingebüßt.

Die Krise der Immobilienbranche und der Verlust von Vonovia sind ein Indikator für die Schwierigkeiten der gesamten Branche. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Monaten und Jahren entwickelt und ob Vonovia und andere Immobilienkonzerne ihre Strategien anpassen können, um erfolgreich zu sein.

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