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Volvo Cars: Kursabsturz von 28% nach massivem Gewinneinbruch im vierten Quartal

US-Zölle und schwache Nachfrage treffen schwedischen Autobauer hart – Betriebsgewinn bricht um 68 Prozent ein

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Volvo Cars: Kursabsturz von 28% nach massivem Gewinneinbruch im vierten Quartal

Die Aktien von Volvo Cars sind am Donnerstag um mehr als 28 Prozent eingebrochen – dem Unternehmen droht damit der schlechteste Handelstag seiner Börsengeschichte. Der im Besitz der chinesischen Geely Holding befindliche schwedische Autohersteller meldete einen dramatischen Gewinneinbruch im vierten Quartal 2025.

Das operative Ergebnis sank im Schlussquartal um 68 Prozent auf 1,8 Milliarden Schwedische Kronen (rund 200 Millionen US-Dollar). Als Hauptgründe nannte Volvo Cars die Auswirkungen amerikanischer Zölle, negative Währungseffekte und eine schwächelnde Nachfrage. Besonders belastend wirkte sich zudem die Einstellung von Förderungen für Elektrofahrzeuge in den USA und China aus.

Der Kursrutsch übertrifft alle bisherigen Negativrekorde des Unternehmens deutlich. Ein Rückgang von mehr als 11,2 Prozent an einem einzelnen Handelstag würde bereits den bisherigen Tiefstwert markieren – die aktuellen 28,2 Prozent liegen weit darüber. Analysten der Schweizer Großbank UBS erwarten nun deutliche Abwärtskorrekturen der Gewinnprognosen.

Analysten rechnen mit weiteren Herabstufungen

Die UBS-Experten gehen davon aus, dass die Konsensschätzungen für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) für das Gesamtjahr 2026 um 10 bis 15 Prozent nach unten korrigiert werden müssen. Möglicherweise fallen die Anpassungen sogar noch drastischer aus, da die operative EBIT-Marge in den letzten drei Monaten 2025 nahezu bei null Prozent lag.

Die Zollpolitik der Trump-Administration belastet europäische Autohersteller erheblich. Im Rahmen eines Handelsabkommens zwischen den USA und der EU vom Juli 2025 wurden zwar die ursprünglich angedrohten 30 Prozent auf 15 Prozent reduziert. Für den Automobilsektor halbierte sich der Zollsatz von 27,5 auf etwa 15 Prozent. Dennoch verursachen die Abgaben erhebliche Kosten für die Hersteller.

Volvo Cars gilt unter den europäischen Autokonzernen als besonders anfällig für US-Zollbelastungen. Das Unternehmen exportiert einen bedeutenden Teil seiner Produktion in die Vereinigten Staaten und ist dort stark vom Absatz abhängig.

Ausblick bleibt herausfordernd

Für die zweite Jahreshälfte 2026 plant Volvo Cars die Hochfahrt der Auslieferungen seines neuen vollelektrischen Mittelklasse-SUV EX60. Trotz dieser Produktoffensive warnte das Management vor einem weiterhin schwierigen Marktumfeld. Anhaltender Preisdruck, Zolleffekte, regulatorische Unsicherheiten und eine gedämpfte Verbraucherstimmung dürften die gesamte Branche belasten.

Die Industrieverbände, die das Handelsabkommen zwischen den USA und der EU zunächst vorsichtig begrüßt hatten, äußern mittlerweile tiefe Besorgnis über die tatsächlichen Kostenauswirkungen der neuen Zölle. Für Volvo Cars bedeutet dies, dass 2026 voraussichtlich ein weiteres herausforderndes Jahr wird, in dem das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit unter schwierigen Rahmenbedingungen unter Beweis stellen muss.

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