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Volocopter geht an österreichischen Flugzeugbauer

Massiver Stellenabbau beim insolventen Start-up – neue Synergien im Bereich elektrischer Flugtechnologie entstehen

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Volocopter geht an österreichischen Flugzeugbauer

Das insolvente Flugtaxi-Start-up Volocopter wurde von dem österreichischen Flugzeugbauer Diamond Aircraft übernommen. Diamond Aircraft gehört seit dem Jahr 2017 dem chinesischen Konzern Wanfeng, der hauptsächlich als Lieferant für Autoteile bekannt ist. Details zu der konkreten Verkaufssumme sind derzeit noch nicht öffentlich bekannt gegeben worden. Trotz der Übernahme durch Diamond Aircraft möchte Volocopter gegenwärtig keine Stellungnahme zu dem Geschäft abgeben. Eine Unternehmenssprecherin betonte, dass sich Volocopter weiterhin in Gesprächen mit möglichen Investoren befinde.

Für die Mitarbeiter des deutschen Start-ups bringt die Übernahme gravierende Veränderungen mit sich. Von derzeit etwa 500 Beschäftigten sollen künftig lediglich rund 160 Angestellte am Flugtaxi-Projekt weiterarbeiten. Bereits am Montag wurden alle Mitarbeiter freigestellt, ihre Arbeitsverträge enden mit Ablauf des Monats Juni. Damit wird deutlich, dass Diamond Aircraft im ersten Schritt eine massive Reduzierung des Personals plant.

Diamond Aircraft selbst ist vor allem auf Motorsegler und Kleinflugzeuge spezialisiert, die insbesondere von Privatkunden erworben werden. Darüber hinaus beschäftigt sich das österreichische Unternehmen bereits seit einigen Jahren mit Hybridantrieben für Flugzeuge, was gewisse Überschneidungen mit dem elektrisch betriebenen Senkrechtstarter von Volocopter schafft. Während Volocopter bereits erste bemannte Testflüge absolviert hat, steht die europäische Zulassung des Fluggeräts jedoch weiterhin aus. Der Zusammenschluss könnte daher mögliche Synergien im Bereich der elektrischen und hybriden Flugtechnologien schaffen.

Neben der zivilen Nutzung produziert Diamond Aircraft auch Flugzeuge, die zur Überwachung eingesetzt werden, beispielsweise zur Kontrolle von Waldbränden. Mehrere Streitkräfte haben bereits Flugzeuge für Aufklärungsmissionen erworben. In der Vergangenheit gab es Berichte über den indirekten Weiterverkauf von Diamond-Flugzeugteilen an russische Flugzeugbauer über China, was in Medien kritisch aufgegriffen wurde. Seit der Übernahme durch Wanfeng Aviation Industry wurde die Geschäftsführung von Diamond Aircraft vorwiegend mit chinesischen Managern besetzt.

Der österreichische Flugzeughersteller erwirtschaftete zuletzt gute Ergebnisse und erzielte im Jahr 2023 einen Umsatz von 210 Millionen Euro, der vor allem außerhalb der Europäischen Union generiert wurde. Insgesamt beschäftigt Diamond Aircraft über 600 Mitarbeiter und betreibt auch eine Niederlassung im hessischen Egelsbach, etwa 100 Kilometer vom Volocopter-Hauptsitz in Bruchsal entfernt. Volocopter hatte Ende Dezember 2024 Insolvenz angemeldet, nachdem Verhandlungen über eine weitere Finanzierungsrunde gescheitert waren.

VolocopterÜbernahmeÖsterreichLuftverkehr

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