Volkswagen und Uber starten autonome Fahrdienste
Testbetrieb in Los Angeles, langfristig fahrerlos über die Uber-App geplant

Volkswagen und Uber haben eine Partnerschaft gestartet, um autonome und vollelektrische Fahrzeuge in den Vereinigten Staaten einzuführen. Im Zentrum steht der ID.Buzz AD, eine selbstfahrende Variante des bekannten VW-Busses. Ab Ende 2025 soll dieser zunächst in Los Angeles zum Einsatz kommen. Dabei werden Sicherheitsfahrer an Bord sein, die den Betrieb überwachen. Für das Jahr 2026 ist geplant, das Fahrzeug über die Uber-App buchbar zu machen. Ziel ist es, langfristig einen vollständig fahrerlosen Betrieb zu ermöglichen.
Die technische Grundlage für das Projekt liefert Moia, ein Tochterunternehmen von Volkswagen. Moia übernimmt sowohl die Bereitstellung der Fahrzeuge als auch die Entwicklung und Verwaltung der Steuerungssoftware. Uber ist innerhalb der Partnerschaft für den Betrieb auf seiner Plattform verantwortlich. Dazu gehört insbesondere die Vermittlung von Fahrten an Kundinnen und Kunden. Beide Unternehmen streben an, in den kommenden zehn Jahren eine Flotte von mehreren tausend autonomen Fahrzeugen in verschiedenen US-Städten aufzubauen.
Moia ist bislang insbesondere durch seinen Ridepooling-Dienst in Hamburg bekannt. Seit dem Jahr 2019 betreibt das Unternehmen dort einen Fahrdienst, bei dem Fahrgäste über eine App Fahrten buchen können. Die Fahrzeuge sind vollelektrisch, und die Nutzerinnen und Nutzer teilen sich Fahrten mit Personen, die ein ähnliches Ziel haben. Künftig will sich Moia verstärkt auf autonomes Fahren konzentrieren.
Bereits in Hamburg laufen derzeit Tests mit dem ID.Buzz AD. Diese sollen ab 2025 auf erste Sammeltaxi-Fahrten mit Passagieren ausgeweitet werden. Der Start erfolgt auch hier zunächst mit Sicherheitsfahrern und unter behördlicher Aufsicht. Ende 2026 soll der autonome Fahrdienst in Hamburg in den regulären Betrieb übergehen. Sowohl in Deutschland als auch in den USA bleibt abzuwarten, wie schnell der Übergang zum vollständig fahrerlosen Betrieb gelingen kann. Dabei spielen auch Genehmigungsprozesse der jeweiligen Behörden eine entscheidende Rolle.
Volkswagen und Uber sehen in ihrer Kooperation einen bedeutenden Schritt zur Transformation der urbanen Mobilität. Die Zusammenarbeit soll laut den Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung autonomer Verkehrslösungen leisten und gleichzeitig die gemeinsame Vision einer nachhaltigen und effizienten Verkehrszukunft vorantreiben.
