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Volkswagen und Rivian schmieden strategische Allianz für Software

Mit Milliardeninvestition sollen Elektroautos ab 2027 neue Technologien nutzen

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Volkswagen und Rivian schmieden strategische Allianz für Software

Volkswagen hat offiziell eine Partnerschaft mit dem US-Elektroautobauer Rivian geschlossen, um die Software-Entwicklung für die nächste Generation seiner Elektrofahrzeuge zu verbessern. Der deutsche Automobilhersteller erhöht dafür seine Investitionen in ein gemeinsames Projekt um 800 Millionen Euro auf insgesamt 5,8 Milliarden Euro. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, die fortschrittliche Elektronik- und Softwarearchitektur von Rivian zu nutzen, um die Softwareprobleme, mit denen Volkswagen seit Jahren kämpft, zu überwinden. Der Konzern hofft, dass die neuen Technologien ab 2027 in den ersten Modellen zum Einsatz kommen werden.

Die Partnerschaft zielt auf die Integration der von Rivian entwickelten Elektro-Architektur, die eine klare Zoneneinteilung der Elektronik und eine Reduktion der Steuergeräte ermöglicht. Dies soll für alle Marken der Volkswagen-Gruppe von VW über Audi und Porsche bis hin zu Luxus- und Sportwagen gelten. Dabei bleibt die Technik ausschließlich den Elektrofahrzeugen vorbehalten. Schon im Sommer dieses Jahres hatten Volkswagen und Rivian ihre Absicht zur Zusammenarbeit angekündigt, nachdem das Bundeskartellamt zugestimmt hatte. Nun soll das Gemeinschaftsunternehmen in Palo Alto, Kalifornien, seinen Betrieb aufnehmen, mit zusätzlichen Standorten in Europa und Nordamerika.

Finanzchef Arno Antlitz betonte, dass die hohen Investitionen durch langfristige Kostensenkungen im Gemeinschaftsunternehmen und durch Einsparungen in der zukünftigen Planung ausgeglichen werden sollen. Entsprechend wurde das Investitionsvolumen für die Jahre 2025 bis 2029 auf 165 Milliarden Euro gesenkt. Neben der zentralen Rolle von Rivians Softwareentwicklung wird Volkswagens Tochterfirma Cariad weiterhin an Schlüsseltechnologien wie dem autonomen Fahren arbeiten.

Rivian, das seit seiner Gründung im Jahr 2009 wirtschaftliche Schwierigkeiten hatte und tief in den roten Zahlen steht, kann durch die Partnerschaft mit Volkswagen dringend benötigtes Kapital sichern. Mit der Finanzspritze des deutschen Autobauers plant Rivian die Entwicklung eines neuen, kostengünstigeren Modells, des R2-Geländewagens, der 2026 auf den Markt kommen soll. Das Unternehmen, das insbesondere große SUVs und Pickups sowie Lieferwagen für Amazon produziert, verzeichnete im vergangenen Quartal rund 10.000 Auslieferungen, was zu einem Umsatz von 874 Millionen Dollar führte, allerdings mit einem Verlust von 392 Millionen Dollar.

Die Partnerschaft mit Volkswagen könnte für Rivian eine wichtige Stütze in einem schwierigen Marktumfeld sein, da das Interesse an Elektroautos in den USA rückläufig ist. Für Volkswagen wiederum bedeutet die Allianz einen weiteren Schritt, die langjährigen Probleme in der Software-Entwicklung zu lösen und die Produktion moderner, wettbewerbsfähiger Elektrofahrzeuge voranzutreiben.

VolkswagenRivianPartnerschaftElektrofahrzeugeAutoindustrie

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