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Volkswagen-Krise: Einschnitte für die Standortsicherung

IG Metall fordert Garantien und setzt auf Lohnverzicht und Innovationen

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Volkswagen-Krise: Einschnitte für die Standortsicherung

Volkswagen steht vor einer Krise, die tiefgreifende Maßnahmen erfordert. IG Metall und der Betriebsrat haben ein Konzept vorgestellt, das Lohnverzicht und andere Einschnitte vorsieht, um Werksschließungen und Entlassungen zu vermeiden. Ziel ist es, die Arbeitskosten um 1,5 Milliarden Euro zu senken. Im Gegenzug fordern die Arbeitnehmervertreter Garantien für Standorte und Beschäftigung. Das Konzept sieht unter anderem vor, die nächste Tariferhöhung befristet in einen Zukunftsfonds umzuwandeln, um flexible Arbeitszeitkürzungen zu ermöglichen. Eine Wiedereinsetzung der gekündigten Beschäftigungssicherung wird ebenfalls gefordert, um betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen.

Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall, betonte, dass bei einem Festhalten an Werksschließungen massive Arbeitskämpfe drohen könnten. Die Friedenspflicht endet Ende November, Streiks könnten ab Dezember beginnen. Betriebsratschefin Daniela Cavallo forderte den VW-Vorstand auf, eine klare Zukunftsstrategie vorzulegen. Ihrer Meinung nach gefährden die aktuellen Pläne nachhaltige Lösungen und würden die Zukunft des Konzerns eher blockieren als fördern.

Das vorgestellte Konzept umfasst auch Einschnitte bei Manager-Boni, um die Belastung fair zu verteilen. Ziel ist es, bis Weihnachten eine Einigung zu erreichen. Personalabbau wird nicht grundsätzlich ausgeschlossen, soll jedoch sozialverträglich erfolgen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Produktpalette, insbesondere im Bereich der Elektromobilität. So fehlt dem Konzern ein günstiges Einstiegsmodell im Elektrosegment, das frühestens 2026 mit dem ID.2 auf den Markt kommen soll.

Cavallo kritisierte zudem ineffiziente Strukturen im Konzern, wie Doppelarbeiten und übermäßige Bürokratie. Sie fordert eine Fokussierung auf die Kernmarke Volkswagen sowie eine klare Neujustierung des Steuerungsmodells. In der Krise müsse der Mut bewahrt werden, in Innovationen und neue Modelle zu investieren, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der Gewinn des Konzerns ist im dritten Quartal um 64 Prozent eingebrochen, was den Druck auf Volkswagen erhöht, schnell Lösungen zu finden. Eine kürzlich verkündete Kooperation mit Rivian soll die technologische Entwicklung vorantreiben. Dennoch bleibt unklar, ob die vorgestellten Maßnahmen ausreichen, um den Konzern wieder auf Erfolgskurs zu bringen.

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