Volksbanken verschärfen Kontrollmechanismen nach Sanierungsfällen
Maßnahmen sollen Standards verbessern und Solidargemeinschaft vor zukünftigen Risiken schützen

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken ziehen Konsequenzen aus mehreren jüngsten Sanierungsfällen und prüfen strengere Regeln innerhalb ihrer genossenschaftlichen Struktur. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) erklärte, dass angesichts dieser Vorfälle neue Vorschläge für erweiterte Interventions- und Kontrollmechanismen erarbeitet werden sollen.
Innerhalb des letzten Jahres gab es drei Fälle von Sanierungsmaßnahmen bei insgesamt 700 Genossenschaftsbanken. Historisch betrachtet sei diese Zahl zwar gering, dennoch hätten die aktuellen Vorkommnisse gezeigt, dass bestehende Kontrollsysteme teilweise nicht ausreichend angewendet oder vorgegebene Standards nicht eingehalten wurden. Diese Erkenntnisse nehme man sehr ernst, betonte der BVR.
In den betroffenen Fällen handelte es sich um Banken in Schmalkalden in Thüringen, Dortmund und Düsseldorf. Bei diesen Instituten musste teilweise die Sicherungseinrichtung der genossenschaftlichen Banken eingreifen, um größere finanzielle Schäden abzufedern. Der BVR betonte, dass solche Vorfälle regelmäßig genutzt würden, um die bestehende Solidargemeinschaft zu schützen und die Statuten entsprechend anzupassen.
Der „Spiegel“ hatte zuvor über die Sanierungsfälle berichtet. Laut BVR wird bei größeren Schadensereignissen stets geprüft, welche Maßnahmen erforderlich sind, um die genossenschaftliche Gemeinschaft langfristig abzusichern und die Standards zu verbessern. Ziel ist es, künftige Risiken durch wirksamere Kontrollmechanismen zu minimieren.
