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Vermögen für Kinder durch kluge Geldgeschenke

Wie Sparpläne und ETFs langfristig finanziellen Erfolg sichern

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Vermögen für Kinder durch kluge Geldgeschenke

Geldgeschenke, insbesondere zu Anlässen wie Weihnachten, gelten oft als unpersönlich, können jedoch Kindern langfristig einen finanziellen Vorteil verschaffen, wenn sie klug investiert werden. Schon mit regelmäßigen Sparplänen oder einer Einmalanlage können beachtliche Summen aufgebaut werden, die den Start ins Erwachsenenleben erleichtern. Dabei spielen Fonds oder börsengehandelte Indexfonds (ETFs) eine zentrale Rolle, da sie durch Diversifikation und langfristige Renditen eine attraktive Option darstellen. Mit monatlichen Einzahlungen von knapp 50 Euro über 18 Jahre könnten beispielsweise rund 19.000 Euro angespart werden. Eine Einmalanlage von 10.000 Euro zur Geburt eines Kindes könnte durch den Zinseszinseffekt sogar etwa 28.500 Euro erzielen.

Laut Finanzexperten wie Andreas Beck sind Aktien oder breit aufgestellte Fonds heutzutage nahezu alternativlos für langfristiges Sparen. Während klassische Anlageformen wie Bausparverträge aufgrund niedriger Zinsen kaum noch attraktiv sind, bieten ETFs, die weltweit in zahlreiche Unternehmen investieren, eine gute Möglichkeit, Vermögen aufzubauen. Dabei wird jedoch auch auf Risiken wie Klumpeneffekte hingewiesen, die beispielsweise durch die starke Gewichtung US-amerikanischer Aktien in einigen Indizes entstehen können.

Die Frage, ob Eltern lieber einen Sparplan einrichten oder eine Einmalanlage tätigen sollten, hängt von der finanziellen Situation ab. Während die Einmalanlage höhere Erträge verspricht, da der Zinseszinseffekt sofort einsetzt, ist ein Sparplan eine gute Option, wenn keine größere Summe verfügbar ist. Wichtig ist, dass das Geld investiert wird, um es langfristig wachsen zu lassen. Eltern sollten jedoch bedenken, dass Kinder ab ihrem 18. Lebensjahr frei über ihr Depot verfügen können. Um mögliche Risiken zu minimieren, empfiehlt es sich, den Kindern frühzeitig den verantwortungsvollen Umgang mit Geld und Investitionen beizubringen.

Ein Depot für ein Kind zu eröffnen, ist vergleichsweise unkompliziert. Neben der Steueridentifikationsnummer des Kindes und einer Kopie der Geburtsurkunde sind je nach Bank unterschiedliche zusätzliche Unterlagen erforderlich. Manche Banken verlangen beispielsweise, dass Eltern selbst ein Konto beim Institut unterhalten. Während viele Banken kostenfreie Depots anbieten, können Orderkosten variieren. Daher ist ein Vergleich der Gebühren ratsam.

Auch steuerliche Aspekte sind zu berücksichtigen. Kinder haben eigene Steuerfreibeträge, die bei kluger Planung optimal genutzt werden können. Durch Zwischenverkäufe können Freibeträge ausgeschöpft und Gewinne reinvestiert werden. Letztlich bleibt es eine individuelle Entscheidung, ob Eltern für ihr Kind im eigenen Depot sparen oder ein separates Depot anlegen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile, die gut abgewogen werden sollten.

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