Verluste in Tokio, Gewinne in Shanghai
Japans Yen belastet Exportwerte, Chinas Märkte hoffen auf Konjunkturimpulse

Die Börse in Tokio verzeichnete zum Ende der letzten Woche Verluste, während die Kerninflation in der japanischen Hauptstadt an Fahrt gewann. Diese Entwicklung schürte Erwartungen, dass die japanische Zentralbank bei ihrer kommenden Sitzung am 19. Dezember die Zinsen anheben könnte. Trotz dieser Spekulationen blieben die Anleger zurückhaltend, und der Nikkei-Index, der 225 Werte umfasst, fiel um 0,4 Prozent auf 38.208 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index notierte 0,2 Prozent niedriger.
Die Aufwertung des japanischen Yen, der auf den höchsten Stand seit sechs Wochen kletterte, belastete insbesondere exportorientierte Unternehmen. Die Aktien von Toyota Motor und Sony Group gaben um 2,1 Prozent beziehungsweise 1,7 Prozent nach. Besonders hart traf es Nissan Motor, deren Aktien um vier Prozent nachgaben und somit den größten prozentualen Verlust im Nikkei verzeichneten. Im Gegensatz dazu profitierten Banken- und Versicherungstitel von den Zinserhöhungserwartungen. Die Papiere von Dai-ichi Life Holdings stiegen um 3,5 Prozent, während die Chiba Bank einen Zuwachs von 4,2 Prozent verbuchen konnte.
In China herrschte hingegen eine optimistischere Stimmung. Die chinesische Börse zeigte sich zum Wochenschluss von ihrer stärkeren Seite, angetrieben durch die Hoffnung auf positive Konjunkturdaten und zukünftige Konsumanreize. Die Anleger spekulierten darauf, dass anstehende Wirtschaftszahlen eine Belebung der Konjunktur signalisieren könnten. Darüber hinaus wird erwartet, dass eine bevorstehende politische Sitzung im nächsten Monat Klarheit über den Haushaltsplan und mögliche Maßnahmen zur Förderung des Konsums im Jahr 2025 bringen wird.
Die Börse in Shanghai verzeichnete ein Plus von 0,9 Prozent, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 1,1 Prozent zulegte. Diese Gewinne spiegelten die Zuversicht der Anleger wider, dass politische Maßnahmen und positive Konjunkturimpulse die Wirtschaftstätigkeit in China ankurbeln könnten. Während die Märkte in Tokio von Währungs- und Zinsspekulationen belastet wurden, zeigte sich die Lage in China deutlich dynamischer.
