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Ver.di ruft zu Warnstreiks bei Galeria auf

Gewerkschaftsprotest: Tarifverhandlungen und Insolvenzschutz im Fokus bei Galeria-Warnstreiks

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Ver.di ruft zu Warnstreiks bei Galeria auf

Die Zukunft der insolventen Kaufhauskette Galeria bleibt weiter ungewiss und die Auseinandersetzung zwischen dem Unternehmen und der Gewerkschaft ver.di geht in die nächste Runde. Ver.di hat erneut zu Warnstreiks aufgerufen, die rund zwei Dutzend Filialen in mehreren Bundesländern betreffen. Die Gewerkschaft verlangt die Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge des Einzelhandels sowie die Aufnahme von Ansprüchen der Beschäftigten in den Insolvenzschutz, die nicht mit ihrem monatlichen Gehalt zusammenhängen. Dabei geht es um Zeitgutschriften und Zahlungsansprüche, die nicht mit der monatlichen Vergütung fällig sind. Die Tarifverhandlungen sollen Ende April fortgesetzt werden.

Laut Galeria sind Arbeitsniederlegungen in 22 Filialen gemeldet worden. Allerdings betont ein Unternehmenssprecher, dass alle Warenhäuser offen bleiben werden. Die Warnstreiks sind die zweite Arbeitsniederlegung nach Karsamstag. In der vergangenen Woche hatten nach Gewerkschaftsangaben knapp 1000 Galeria-Beschäftigte in Hamburg, Baden-Württemberg und Hessen die Arbeit niedergelegt. Der Galeria-Vorstand hatte bereits die Warnstreiks vor Ostern als rechtswidrig kritisiert und in einem Brief an die ver.di-Spitze darauf hingewiesen, dass die geplanten Streikmaßnahmen offensichtlich rechtswidrig seien und ruinöse Schäden verursachen könnten, für die die Gewerkschaft haftbar zu machen wäre.

Der Sanierungsplan für Galeria sieht bundesweit die Schließung von 47 der 129 Filialen und den Verlust von etwa 4000 Arbeitsplätzen vor. Doch bei den Protestaktionen geht es nach Angaben der Gewerkschaft nicht um den Sanierungsplan für Galeria, sondern um die laufenden Tarifverhandlungen für die derzeit noch rund 17.000 Beschäftigten, die ver.di als festgefahren ansieht. Ver.di fordert die Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge des Einzelhandels sowie die Aufnahme von Ansprüchen der Beschäftigten in den Insolvenzschutz, die nicht mit ihrem monatlichen Gehalt zusammenhängen.

Es bleibt abzuwarten, wie die Tarifverhandlungen Ende April ausgehen werden und ob sich eine Einigung zwischen Galeria und der Gewerkschaft ver.di erzielen lässt. Bis dahin drohen weitere Streiks, die nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für die Beschäftigten eine Belastung darstellen.

ArbeitsmarktHandel & KonsumGaleriaStreik ver.di

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