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Verbraucherstimmung bleibt auf Tiefstand

Inflation, Arbeitsplatzsorgen und politische Unsicherheiten belasten den Konsum

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Verbraucherstimmung bleibt auf Tiefstand

Die Kauflaune der deutschen Verbraucher hat sich zu Beginn des Jahres weiter eingetrübt. Das Konsumklima-Barometer für Februar sank auf minus 22,4 Punkte, nachdem es im Vormonat noch bei minus 21,4 Punkten gelegen hatte. Dies teilten die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) mit. Der private Konsum, der eine tragende Rolle für das wirtschaftliche Wachstum spielt, bleibt damit weiter schwach.

Ökonomen sehen mehrere Gründe für die anhaltende Konsumzurückhaltung. Zum einen belasten das gestiegene Preisniveau und Sorgen um den Arbeitsmarkt die Verbraucher. Zum anderen herrscht Unsicherheit über die zukünftige politische Entwicklung. "Auf dem tiefen Niveau fehlt weiterhin die Zuversicht", erklärte Alexander Krüger, Chefvolkswirt von Hauck Aufhäuser Lampe. Viele Haushalte seien zurückhaltend bei größeren Anschaffungen und setzten stattdessen vermehrt auf Sparen.

Das Konsumklima in Deutschland befand sich vor der Corona-Pandemie stabil auf einem positiven Niveau und erreichte regelmäßig Werte um plus zehn Punkte. Doch bereits seit Mitte des vergangenen Jahres ist eine stagnierende Entwicklung zu beobachten. Besonders die Sorge um den Erhalt des Arbeitsplatzes wirkt sich negativ auf die Einschätzung der eigenen Einkommenssituation aus. Konsumexperte Rolf Bürkl vom NIM betonte, dass die Unsicherheiten in diesem Bereich einen erheblichen Einfluss auf die Kaufbereitschaft der Bevölkerung hätten.

Zusätzlich zur Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt hat sich auch die Inflation zuletzt als belastender Faktor erwiesen. Die Teuerungsrate legte im Dezember zum dritten Mal in Folge zu und erreichte mit 2,6 Prozent den höchsten Stand seit fast einem Jahr. Insbesondere die gestiegenen Preise für Lebensmittel und Dienstleistungen belasten die Verbraucher. Experten erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzen könnte, was weitere Zurückhaltung beim Konsum zur Folge haben dürfte.

Auch politische Unsicherheiten beeinflussen die wirtschaftlichen Erwartungen. Neben den möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen einer neuen US-Regierung, die mit angekündigten Handelszöllen für Unruhe sorgt, steht in Deutschland die Bundestagswahl bevor. Laut Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburger Commercial Bank, sei derzeit kein konkreter Anlass für Optimismus gegeben. Vielmehr sei mit weiteren Unsicherheiten zu rechnen, die sowohl Verbraucher als auch Unternehmen in ihren Entscheidungen beeinflussen könnten.

Insgesamt bleibt das Konsumklima in Deutschland damit weiter auf einem niedrigen Niveau. Die Kombination aus Inflation, Arbeitsplatzsorgen und politischen Unsicherheiten dürfte die Erholung des privaten Konsums auch in den kommenden Monaten erschweren.

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