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Veradermics-Aktie springt an: Haarverlust-Medikament überzeugt in Phase-3-Studie

Die Aktie von Veradermics steigt im Vorhandel um 6,7 Prozent, nachdem das orale Haarverlust-Medikament VDPHL01 alle Endpunkte einer Phase-3-Studie erreicht.

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Veradermics-Aktie springt an: Haarverlust-Medikament überzeugt in Phase-3-Studie

Veradermics Inc (NYSE:MANE) hat mit seinem oralen Haarverlust-Medikament VDPHL01 einen wichtigen klinischen Meilenstein erreicht. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, erreichte die Substanz in der für die Zulassung konzipierten Phase-3-Studie „Study 304" alle primären und sekundären Endpunkte. Anleger reagierten erfreut: Die Aktien stiegen im Vorhandel um 6,7 Prozent.

Die Studie rekrutierte 536 männliche Teilnehmer mit leichtem bis moderatem androgenetischem Haarausfall. Die Probanden erhielten entweder VDPHL01 in einer Dosierung von 8,5 mg einmal täglich, 8,5 mg zweimal täglich oder ein Placebo.

Deutliche Zunahme der Haarzahl

Bei der Wirksamkeit zeigte sich ein klares Bild. VDPHL01 führte bei einmal täglicher Dosierung zu einem Anstieg der Haarzahl im Zielbereich um 28,6 Haare/cm², bei zweimal täglicher Dosierung um 36,4 Haare/cm². Zum Vergleich: In der Placebo-Gruppe betrug der Anstieg lediglich 6,6 Haare/cm². Die statistische Signifikanz der Ergebnisse war nach Unternehmensangaben hoch.

Auch die patientenberichteten Ergebnisse fielen deutlich positiv aus. Rund 78,8 Prozent der Teilnehmer in der einmal täglichen Gruppe und 85,0 Prozent in der zweimal täglichen Gruppe berichteten über eine sichtbare Verbesserung. In der Placebo-Gruppe lag dieser Anteil bei 35,3 Prozent.

Auf der Androgenetic Alopecia Impact Rating Scale gaben 55,7 Prozent der Teilnehmer der einmal täglichen Gruppe und 68,7 Prozent der zweimal täglichen Gruppe eine verbesserte oder deutlich verbesserte Haardeckung an. Bei den Placebo-Teilnehmern waren es 15,0 Prozent.

Günstiges Sicherheitsprofil

Neben der Wirksamkeit hob das Unternehmen das Sicherheitsprofil hervor. Über mehr als 1.000 Teilnehmer in zwei für die Zulassung konzipierten Studien hinweg traten keine schwerwiegenden behandlungsbedingten Nebenwirkungen und keine kardiogen bedingten unerwünschten Ereignisse auf.

Zu den während der Behandlung auftretenden unerwünschten Ereignissen gehörten periphere Ödeme. Diese traten bei 2,8 Prozent der Teilnehmer der einmal täglichen Gruppe und bei 4,5 Prozent der Teilnehmer der zweimal täglichen Gruppe auf, verglichen mit 0,6 Prozent in der Placebo-Gruppe.

Die Ergebnisse der „Study 304" fügen sich in eine Reihe positiver Studiendaten ein. Bereits im April 2026 hatte Veradermics positive Resultate aus der Phase-2/3-Studie „Study 302" gemeldet. Beide Datensätze zusammen stützen nach Angaben des Unternehmens das Potenzial von VDPHL01, innerhalb von fast 30 Jahren die erste von der US-Arzneimittelbehörde FDA zugelassene nicht-hormonelle orale Behandlung für androgenetischen Haarausfall zu werden. Androgenetischer Haarausfall zählt weltweit zu den häufigsten Formen des Haarverlusts, ein zugelassenes nicht-hormonelles orales Präparat gäbe es bislang nicht.

Nächste Studiendaten stehen an

Für Anleger bleibt der weitere klinische Fahrplan entscheidend. Veradermics erwartet, längerfristige Daten aus der Studie „Study 302" später in diesem Jahr zu veröffentlichen. Zudem sollen Topline-Daten aus der Studie zum weiblichen androgenetischen Haarausfall, „Study 306", im ersten Halbjahr 2027 folgen. Damit weitet das Unternehmen sein Entwicklungsprogramm über die männliche Patientengruppe hinaus aus.

Die Aktie bleibt mithin ein Titel, dessen Bewertung maßgeblich an den klinischen Fortschritt der Wirkstoffkandidaten geknüpft ist. Ein Erreichen regulatorischer Meilensteine könnte den weiteren Verlauf bestimmen, während Verzögerungen oder enttäuschende Folgeergebnisse entsprechenden Gegenwind bedeuten würden. Der Markt hat auf die jüngsten Phase-3-Resultate zunächst mit deutlichen Kursgewinnen reagiert.

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