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Ver.di weitet Warnstreiks im öffentlichen Dienst aus

Arbeitsniederlegungen treffen Flughäfen, Kommunen, Kliniken und Müllabfuhr – Verhandlungen stocken

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Ver.di weitet Warnstreiks im öffentlichen Dienst aus

Die Gewerkschaft ver.di setzt ihre Warnstreiks im öffentlichen Dienst fort. Nachdem am Montag bereits große Teile des Flugverkehrs in Deutschland lahmgelegt wurden, sind für die kommenden Tage weitere Arbeitsniederlegungen geplant. Betroffen sind zahlreiche Bereiche, darunter die Müllabfuhr, Wasserstraßen, Kommunalverwaltungen, Kitas und Kliniken. Die Gewerkschaft fordert unter anderem acht Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 350 Euro monatlich zusätzlich sowie drei zusätzliche freie Tage. Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt, was innerhalb der Gewerkschaft zu wachsender Unzufriedenheit führt.

Nach den massiven Auswirkungen des Streiks an den Flughäfen am Montag versuchen die betroffenen Airports, den Flugbetrieb wieder zu normalisieren. Trotz des geplanten regulären Betriebs wird erwartet, dass es weiterhin zu Verzögerungen kommt. Insbesondere die Lufthansa hat darauf hingewiesen, dass Flugzeuge neu positioniert und Dienstpläne angepasst werden müssen. Am Montag waren insgesamt 3.500 Flüge ausgefallen, was 560.000 Passagiere betraf. Besonders hart traf es den Flughafen Frankfurt, wo 1.070 Starts und Landungen gestrichen wurden. Die Abflughallen blieben weitgehend leer, da viele Reisende frühzeitig über die Streiks informiert wurden. An kleineren Flughäfen wie Braunschweig konnten einige Flüge umgeleitet werden, sodass dieser zusätzliche Starts und Landungen verzeichnete.

Die Flughäfen, an denen gestreikt wurde, umfassten unter anderem Frankfurt, München, Berlin, Hamburg, Hannover, Bremen, Düsseldorf, Dortmund, Köln/Bonn, Leipzig/Halle und Stuttgart. In Weeze und Karlsruhe/Baden-Baden waren lediglich die Beschäftigten der Luftsicherheit zum Streik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung dauerte an einigen Standorten bis in die frühen Morgenstunden. Kritische Stimmen kamen insbesondere aus der Luftfahrtbranche. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Joachim Lang, erklärte, dass mit diesem Streik eine neue Eskalationsstufe erreicht sei, die mit einem Warnstreik nichts mehr zu tun habe.

Neben dem Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst geht es bei den Streiks auch um die Arbeitsbedingungen in der Luftsicherheit. Ver.di fordert in diesem Bereich unter anderem besseren Arbeits- und Gesundheitsschutz, 30 Tage Urlaub sowie Zusatzurlaub für Schichtarbeit. Die nächste Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst ist für den 14. März in Potsdam angesetzt. Die Gespräche über einen neuen Manteltarifvertrag in der Luftsicherheit werden am 26. und 27. März fortgesetzt. Wie sich die Arbeitskämpfe weiterentwickeln, hängt maßgeblich davon ab, ob die Arbeitgeber ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen.

LuftverkehrStreik ver.di

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