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Vallourec Q2 2026: Ergebnisse solide, Ausblick enttäuscht Analysten

Der Stahlrohrhersteller Vallourec trifft im zweiten Quartal die EBITDA-Erwartungen, verfehlt aber beim Umsatz und Nettogewinn.

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Vallourec Q2 2026: Ergebnisse solide, Ausblick enttäuscht Analysten

Vallourec SA hat am Donnerstag seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 veröffentlicht. Während das EBITDA den Analystenerwartungen weitgehend entsprach, blieben Umsatz und Nettogewinn hinter den Konsensschätzungen zurück. Besonders der schwache Ausblick auf das dritte Quartal belastet die Stimmung der Investoren.

Das EBITDA für das zweite Quartal belief sich auf 190 Millionen US-Dollar und lag damit nahezu exakt auf Höhe der Konsensschätzung von 191 Millionen US-Dollar. Dieser Wert positioniert sich in der Mitte der vom Unternehmen selbst ausgegebenen Prognosespanne von 175 bis 205 Millionen US-Dollar. Der Umsatz hingegen enttäuschte: Mit 886 Millionen US-Dollar blieb er deutlich unter der Markterwartung von 918 Millionen US-Dollar. Noch deutlicher fiel die Lücke beim Nettogewinn aus, der mit 45 Millionen US-Dollar weit hinter der Konsensschätzung von 80 Millionen US-Dollar zurückblieb.

Positiv entwickelte sich die Nettocash-Position des Unternehmens. Sie verbesserte sich von 67 Millionen US-Dollar im ersten Quartal auf 183 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal – ein deutlicher Anstieg, der unter anderem durch einen Working-Capital-Zufluss von 39 Millionen US-Dollar gestützt wurde. Vallourec kündigte zudem eine Zwischendividende von 2,05 Euro je Aktie an, die am 5. August ausgezahlt werden soll.

Tubes-Sparte stabil, Mine & Forest unter Plan

Im Kerngeschäft Tubes erzielte Vallourec ein EBITDA von 176 Millionen US-Dollar. Das EBITDA pro Tonne blieb mit 722 US-Dollar nahezu unverändert gegenüber 724 US-Dollar im Vorquartal. Der durchschnittliche Verkaufspreis stieg leicht um 1 Prozent auf 3.327 US-Dollar pro Tonne. Allerdings sanken die verkauften Rohrmengen um 10 Prozent von 272.000 Tonnen im ersten Quartal auf 244.000 Tonnen – ein Rückgang, der den Umsatz spürbar belastete.

Der Geschäftsbereich Mine & Forest erzielte ein EBITDA von 33 Millionen US-Dollar. Die Produktion von 1,2 Millionen Tonnen blieb jedoch deutlich hinter der unternehmenseigenen Prognose von 1,4 Millionen Tonnen zurück. Dieser Rückstand dürfte ebenfalls zur Verfehlung der Umsatzerwartungen beigetragen haben.

Ausblick Q3 2026 enttäuscht den Markt

Für das dritte Quartal 2026 erwartet Vallourec ein EBITDA in einer Spanne von 170 bis 210 Millionen US-Dollar. Der Mittelwert dieser Spanne liegt bei rund 190 Millionen US-Dollar – und damit rund 14 Prozent unter der Konsensschätzung der Analysten von 222 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen rechnet zwar mit einem Anstieg der verkauften Rohrmengen, geht jedoch gleichzeitig von einem sinkenden EBITDA pro Tonne aus.

Als Begründung nennt Vallourec einen „weniger vorteilhaften Mix und erhöhte Kosten aufgrund der geopolitischen Lage im Nahen Osten". Diese Mehrkosten sollen in den kommenden Quartalen weitgehend erstattet werden. Für Anleger bedeutet dies kurzfristig Gegenwind, auch wenn das Unternehmen mittelfristig eine Normalisierung in Aussicht stellt.

Vallourec ist ein weltweit führender Hersteller von nahtlosen Stahlrohren, die vor allem in der Öl- und Gasindustrie sowie im Energiesektor eingesetzt werden. Das Unternehmen ist an der Euronext Paris notiert und unter dem Kürzel VLLP bekannt. Die Kombination aus solidem EBITDA, aber schwachem Nettogewinn und einem unter den Erwartungen liegenden Ausblick dürfte die Aktie kurzfristig unter Druck setzen.

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