VAE-Börsen verlieren über 7% nach iranischen Raketenangriffen
Die Aktienmärkte in Dubai und Abu Dhabi weiten ihre Verluste nach dem eskalierenden Nahostkonflikt deutlich aus.

Die Börsen der Vereinigten Arabischen Emirate haben am Mittwoch den Handel nach einer zweitägigen Aussetzung wieder aufgenommen – mit heftigen Kursverlusten. Auslöser war eine beispiellose Serie von Raketen- und Drohnenangriffen des Irans auf den Golfstaat am Wochenende. Am sechsten Kriegstag hatte Teheran Angriffe auf Israel, die VAE und Katar gestartet.
Dubais Leitindex DFMGI verlor am Mittwoch rund 2% und summierte damit die Verluste der laufenden Woche auf mehr als 7%. Besonders hart traf es den Immobilienentwickler Emaar Properties, der um 4,8% einbrach. Der Billigflieger Air Arabia büßte sogar 4,9% ein.
Verluste auch in Abu Dhabi
Auch in Abu Dhabi gab der Leitindex FTFADGI nach, wenn auch moderater mit einem Minus von 0,8%. Aldar Properties verlor 4,9%, die Abu Dhabi Islamic Bank (ADIB) fiel um 5%. Auf Wochensicht steuert der Abu-Dhabi-Index auf einen Verlust von mehr als 4% zu.
Die Eskalation im Nahostkonflikt trifft die Golfregion damit unmittelbar an den Finanzmärkten. Für deutsche Anleger mit Positionen in Schwellenländer-ETFs oder Nahost-Fonds ist die Entwicklung besonders relevant, da VAE-Aktien in mehreren Emerging-Markets-Indizes gewichtet sind.
Die Unsicherheit über den weiteren Konfliktverlauf dürfte die Märkte in der Region kurzfristig weiter belasten. Investoren beobachten nun genau, ob sich die Lage stabilisiert oder weitere Eskalationsstufen folgen.
