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USA drohen Iran mit beispiellosen Wirtschaftsmaßnahmen und Seeblockade

Finanzminister Bessent kündigt historisch einmalige Wirtschaftsisolation an – gleichzeitig soll die Seeblockade in der Straße von Hormus unbegrenzt fortgesetzt werden.

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USA drohen Iran mit beispiellosen Wirtschaftsmaßnahmen und Seeblockade

Die USA verschärfen ihren Druck auf den Iran massiv. Finanzminister Scott Bessent kündigte wirtschaftliche Maßnahmen an, „wie man sie im Iran noch nie gesehen hat". Diese sollen Hand in Hand mit einer militärischen Seeblockade gehen, die Washington bereits verhängt hat.

„Es wird eine Kombination aus einer wirtschaftlichen Isolation sein, wie sie die Welt noch nie zuvor gesehen hat, und der fortgesetzten Blockade in der Straße von Hormus, die verhindern wird, dass irgendetwas in die iranischen Häfen gelangt oder diese verlässt", sagte Bessent in einem Interview mit dem US-Sender Newsmax. Weitere Details nannte er nicht.

Die Straße von Hormus ist eine der strategisch bedeutsamsten Meerengen der Welt. Rund 20 Prozent des globalen Ölhandels passieren diese enge Wasserstraße zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel – eine Blockade dort hätte weitreichende Folgen für die weltweiten Energiemärkte.

Hegseth: Blockade kann „auf unbestimmte Zeit" aufrechterhalten werden

Verteidigungsminister Pete Hegseth unterstrich die militärische Entschlossenheit der USA. Er erklärte am späten Donnerstag, das US-Militär könne die Seeblockade gegen den Iran „auf unbestimmte Zeit" aufrechterhalten. Die Marine werde Schiffe rotieren lassen, „wie wir es bisher getan haben und auch weiterhin tun werden", sagte Hegseth vor Journalisten.

Im Zuge dieser Rotation soll der Flugzeugträger USS George Washington die USS Abraham Lincoln ablösen. Die Kampfgruppe der George Washington verließ Vietnam am 12. August, wie die US-Marine in einer offiziellen Erklärung mitteilte. Die Abraham Lincoln ist seit über 250 Tagen im Nahen Osten im Einsatz – ihr Einsatz hätte ursprünglich bereits im Mai enden sollen.

Berichte über schlechte Zustände an Bord der USS Abraham Lincoln

Die Abraham Lincoln steht nicht nur wegen ihrer langen Einsatzdauer im Fokus. Medienberichte über schlechte Bedingungen an Bord sorgten zuletzt für Aufsehen. Hegseth bezeichnete diese Berichte als „völlig falsch dargestellt".

Der demokratische Abgeordnete Mike Levin aus Kalifornien widersprach dieser Einschätzung jedoch öffentlich. Er teilte auf der Plattform X mit, er habe einen Brief an Hegseth und den amtierenden Marinestaatssekretär Hung Cao geschickt, um „ernsthafte Bedenken" über die Zustände an Bord zu äußern. In dem Schreiben heißt es: „Die Berichte von Militärfamilien und Angehörigen über die Zustände an Bord der USS Lincoln sind schlichtweg inakzeptabel."

Konkret werden in dem Brief folgende Missstände aufgeführt:

  • Schimmelige Duschen und defekte Toiletten
  • Fehlendes Warmwasser
  • Mangelnder Zugang zu frischen Lebensmitteln und Versorgungsengpässe
  • „Erdrückende Arbeitslast" mit Folgen wie extremer Erschöpfung und Burnout
  • Berichte über Versuche von Seeleuten, über Bord zu springen

Das US-Zentralkommando (CENTCOM) reagierte zudem auf Berichte iranischer Medien, die behauptet hatten, sieben US-Marinesoldaten seien bei einem „gewaltsamen Zusammenstoß" auf der Lincoln getötet worden. CENTCOM dementierte dies auf X ausdrücklich: Die Berichte über eine angebliche Schlägerei seien falsch, und es seien keine Soldaten ums Leben gekommen.

Die Entwicklungen zeigen, wie angespannt die Lage zwischen den USA und dem Iran derzeit ist – sowohl auf militärischer als auch auf wirtschaftlicher Ebene. Für Anleger, die in Energiewerte oder geopolitisch sensible Märkte investiert sind, bleibt die Situation rund um die Straße von Hormus ein zentraler Risikofaktor.

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