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USA drängen G7 zu schnellerer Abkehr von Chinas Seltenen Erden

US-Finanzminister Scott Bessent fordert die G7-Staaten und weitere Partner auf, ihre Abhängigkeit von kritischen Mineralien aus China rascher zu reduzieren. China dominiert bis zu 87% der weltweiten Verarbeitung dieser strategisch wichtigen Rohstoffe.

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USA drängen G7 zu schnellerer Abkehr von Chinas Seltenen Erden

Die USA intensivieren ihre Bemühungen, westliche Industrienationen von der Abhängigkeit chinesischer Seltener Erden zu lösen. Bei einem hochrangigen Treffen am Montag will US-Finanzminister Scott Bessent die G7-Staaten sowie Australien, Indien, Südkorea und Mexiko zu schnellerem Handeln bewegen. Die versammelten Nationen repräsentieren zusammen 60 Prozent der weltweiten Nachfrage nach kritischen Mineralien.

Frustration über mangelnde Dringlichkeit

Bessent zeigt sich nach Angaben eines hochrangigen US-Beamten frustriert über das Tempo der Zusammenarbeit. Bereits beim G7-Gipfel in Kanada im Juni hatte er den Staats- und Regierungschefs eine Präsentation über Seltene Erden vorgelegt. Trotz eines dort vereinbarten Aktionsplans zur Sicherung der Lieferketten vermisst Washington die nötige Dringlichkeit bei den Partnern. "Es ist ein sehr großes Unterfangen mit vielen verschiedenen Blickwinkeln und beteiligten Ländern – wir müssen wirklich schneller vorankommen", betont der US-Vertreter.

Chinas erdrückende Marktmacht

Die Zahlen verdeutlichen das Ausmaß der Abhängigkeit: Laut Internationaler Energieagentur (IEA) verarbeitet China zwischen 47 und 87 Prozent der weltweiten Vorkommen an Kupfer, Lithium, Kobalt, Graphit und Seltenen Erden. Diese Materialien sind unverzichtbar für Verteidigungstechnologien, Halbleiter, erneuerbare Energien, Batterien und Raffinerieprozesse. Mit Ausnahme Japans, das nach einer abrupten Lieferunterbrechung durch Peking im Jahr 2010 gegensteuerte, bleiben alle G7-Mitglieder stark von chinesischen Importen abhängig.

Bilaterale Fortschritte als Vorbild

Die USA setzen auf konkrete Partnerschaften: Im Oktober unterzeichneten Washington und Canberra ein Abkommen über eine Projektpipeline im Wert von 8,5 Milliarden US-Dollar. Die Vereinbarung nutzt Australiens geplante strategische Reserve für anfällige Metalle wie Seltene Erden und Lithium. Inzwischen haben laut australischen Angaben auch Europa, Japan, Südkorea und Singapur Interesse an einer Beteiligung signalisiert. Zudem forcieren die USA die heimische Produktion und schließen Vereinbarungen mit weiteren Partnern wie der Ukraine.

Timing nach chinesischen Restriktionen

Das Treffen findet vor dem Hintergrund verschärfter chinesischer Exportbeschränkungen statt. Berichten zufolge hat Peking kürzlich begonnen, Lieferungen von Seltenen Erden und Permanentmagneten an japanische Unternehmen einzuschränken sowie den Export von Dual-Use-Gütern an das japanische Militär zu verbieten. US-Beamte betonten jedoch, dass das Treffen lange vor diesen Maßnahmen geplant worden sei.

Führungsanspruch ohne gemeinsame Beschlüsse

Washington sieht sich in einer Führungsrolle: "Die Vereinigten Staaten sind in der Haltung, alle zusammenzurufen, Führung zu zeigen und mitzuteilen, was wir für die Zukunft im Sinn haben", so der US-Beamte. Man sei bereit, mit gleichgesinnten Partnern voranzuschreiten, während andere nachziehen könnten. Nach dem Treffen wird eine US-Erklärung erwartet, konkrete gemeinsame Maßnahmen gelten jedoch als unwahrscheinlich. Der Beamte räumt ein: "Es ist nicht gelöst."

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