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USA dominieren europäische Börsen mit Technologieaktien im Aufwind

Der langfristige Trend zeigt einen klaren Vorsprung, doch Risiken für 2024 werden sichtbar

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USA dominieren europäische Börsen mit Technologieaktien im Aufwind

Das Jahr 2023 neigt sich dem Ende zu, und die Bilanz der weltweiten Börsen zeigt ein interessantes Bild: Während der deutsche Aktienindex DAX mit knapp 20 Prozent im Plus liegt, können die US-Börsen mit noch beeindruckenderen Zahlen aufwarten. Der S&P 500 verzeichnet einen Anstieg von 25 Prozent, und die Technologiebörse Nasdaq beeindruckt mit einem beeindruckenden Plus von 50 Prozent. Was steckt hinter diesem signifikanten Unterschied in der Performance?

Der Hauptgrund für den Vorsprung der USA liegt zweifellos in der Stärke der Technologieaktien. Unternehmen wie Nvidia, Meta und Microsoft haben die US-Börsen beflügelt und trugen maßgeblich dazu bei, dass die Wall Street Europa in den Schatten stellt. Diese Technologiegiganten haben in den letzten Jahren spektakuläre Gewinne erzielt und den US-Markt in die Höhe getrieben.

Schaut man auf die langfristige Entwicklung, wird der Abstand zwischen den USA und Europa noch deutlicher. Der Dax verzeichnet in den letzten zehn Jahren einen Zuwachs von knapp 80 Prozent, während der Euro Stoxx 50 mit 55 Prozent zurückbleibt. Der S&P 500 hingegen hat in derselben Zeitspanne beeindruckende 165 Prozent Gewinn verzeichnet, was mehr als doppelt so viel ist wie der Dax.

Eine interessante Tatsache, die diesen Unterschied weiter unterstreicht, ist, dass ein erheblicher Teil des Dax-Wachstums auf ausgeschüttete Dividenden zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu werden beim S&P 500 und Euro Stoxx 50 keine Dividenden berücksichtigt. Diese harten Fakten bestätigen den anhaltenden US-Vorsprung an den Börsen.

Amanda Rehmann und Jonathan Bauman von American Century Investments weisen auf einen weiteren alarmierenden Trend hin: Die Gewinnunterschiede zwischen amerikanischen und europäischen Unternehmen werden immer größer. Während US-Unternehmen ein durchschnittliches Gewinnwachstum von knapp viereinhalb Prozent verzeichnen, sind die Gewinne in Europa im Jahresvergleich um fast zwölf Prozent gesunken.

Besorgniserregend ist auch die Tatsache, dass immer weniger europäische Unternehmen ihre Umsatzerwartungen übertreffen, was auf schwierige wirtschaftliche Bedingungen hinweist. Diese Unsicherheiten spiegeln sich auch in den Gesprächen zwischen Unternehmensleitungen und Analysten wider, in denen häufig der Ausdruck "schwache Nachfrage" verwendet wird.

Die globalen Börsen stehen vor Herausforderungen, darunter der fortgeschrittene Konjunkturzyklus, die restriktive Geldpolitik mit hohen Zinsen und das schwache globale Wirtschaftswachstum. Europa und Asien verzeichnen kaum bis gar kein Wachstum, was sich negativ auf die Nachfrage auswirkt. Diese Risiken könnten auch die erfolgreichen US-Unternehmen nicht ignorieren.

Angesichts dieser Faktoren sind die optimistischen Gewinnprognosen für das Jahr 2024 von durchschnittlich elf bis zwölf Prozent für die S&P-500-Unternehmen möglicherweise zu ambitioniert. Es besteht die Möglichkeit, dass die Unternehmen in naher Zukunft ihre Erwartungen nach unten korrigieren müssen, was die weiterhin ungewisse Lage an den globalen Börsen weiter verdeutlicht. Europa steht vor der Herausforderung, den Abstand zu den USA zu verringern und die Wettbewerbsfähigkeit seiner Unternehmen zu steigern, um in der globalen Wirtschaft mithalten zu können.

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