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US-Zinswende treibt DAX auf neues Hoch

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US-Zinswende treibt DAX auf neues Hoch

Die Ankündigung von US-Notenbankchef Jerome Powell, die Zinswende in den Vereinigten Staaten einzuleiten, hat am Freitag an den Finanzmärkten für eine positive Stimmung gesorgt. In einer Rede bei der Konferenz in Jackson Hole, Wyoming, erklärte Powell, dass die Zeit für eine Anpassung der Zinspolitik gekommen sei. Obwohl er keinen genauen Zeitpunkt nannte, rechnen Marktbeobachter mit einer Zinssenkung bei der kommenden Fed-Sitzung im September. Diese Ankündigung führte zu einer spürbaren Erleichterung an den Börsen, nachdem die Märkte zuvor besorgt waren, Powell könnte die erwartete Wende erneut hinauszögern.

Der DAX reagierte positiv auf die Nachricht und erreichte ein Tageshoch von 18.670 Punkten, bevor er den Handel mit einem Plus von 0,76 Prozent bei 18.633 Punkten abschloss. Im Wochenvergleich verzeichnete der Index einen Anstieg von rund 1,7 Prozent. Auch der MDAX profitierte von der optimistischen Stimmung und legte um 0,92 Prozent auf 25.196 Punkte zu. Gleichzeitig stiegen die Kurse am Rentenmarkt, während die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf 2,22 Prozent sank.

An der Wall Street sorgten Powells Aussagen ebenfalls für Kursgewinne. Der Dow Jones stieg um 0,9 Prozent und erreichte ein Tageshoch von 41.152 Punkten. Der S&P-500-Index legte um 0,8 Prozent zu, während die Nasdaq um knapp 1,1 Prozent zulegte. Die Nervosität, die am Vortag noch zu Kursverlusten geführt hatte, wich einer optimistischen Stimmung, auch wenn die zuvor veröffentlichten Konjunkturdaten nur gemischt ausgefallen waren.

Powell betonte in seiner Rede auch den zunehmenden Fokus der US-Notenbank auf den Arbeitsmarkt. Die Fed habe den Leitzins zuletzt auf dem hohen Niveau von 5,25 bis 5,50 Prozent belassen, signalisiere jedoch eine mögliche Senkung im September. Der Rückgang der Inflation in den vergangenen Monaten habe Powells Zuversicht gestärkt, dass die Inflation auf einem nachhaltigen Weg zurück zu zwei Prozent sei. Gleichzeitig äußerte er jedoch Besorgnis über die Entwicklung des Arbeitsmarktes und stellte klar, dass die Fed bereit sei, weitere Maßnahmen zu ergreifen, um eine Verschlechterung zu verhindern.

Die Ankündigung von Powell führte auch zu einer deutlichen Abwertung des US-Dollars. Im Gegenzug stieg der Euro auf 1,1177 Dollar, den höchsten Stand seit über einem Jahr. Auch der Goldpreis reagierte auf die Zinswende und stieg kurzzeitig auf 2.517 Dollar je Feinunze, bevor er sich bei 2.506 Dollar stabilisierte.

Im DAX setzte die Münchener Rück ihre Rekordjagd fort und erreichte ein neues Hoch bei 476,20 Euro. Die Aktie profitierte von einem starken Quartalsausweis des Konkurrenten SwissRe und einer positiven Branchenstimmung. Auch die Aktie von Hannover Rück legte zu und erreichte ein Rekordniveau von 254,30 Euro. Hingegen belastete die Einigung im Insolvenzverfahren der Infineon-Tochter Qimonda kurzzeitig den Kurs von Infineon, bevor sich die Aktie mit einem leichten Plus von 0,26 Prozent stabilisierte.

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