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US-Technologiebörse und SAP-Zahlen belasten Anlegerstimmung

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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US-Technologiebörse und SAP-Zahlen belasten Anlegerstimmung

Die Börsenwoche im DAX verzeichnet bislang ein kleines Plus, doch heute könnte sich das Blatt wenden. Schlechte Vorgaben von der US-Technologiebörse Nasdaq sowie durchwachsene Geschäftszahlen von SAP dämpfen die Kauflaune der Anleger.

Der DAX wird voraussichtlich mit leichten Verlusten in den letzten Handelstag der Woche starten. Aktuell taxiert der Broker IG die 40 deutschen Standardwerte 0,6 Prozent tiefer bei 16.112 Punkten. Damit würden die geringen Wochengewinne des DAX komplett zunichtegemacht.

Die negativen Vorgaben für den DAX-Handel kommen zum Wochenschluss von den US-Technologiewerten. Enttäuschende Geschäftszahlen von Tesla und Netflix haben die Anleger am Abend verschreckt, und der Nasdaq-Index schloss 2,1 Prozent tiefer bei 14.063 Punkten. Der breit gefasste S&P notierte zum Börsenschluss 0,7 Prozent schwächer bei 4534 Zählern.

Im Gegensatz dazu konnte der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,5 Prozent auf 35.225 Punkte zulegen und somit seinen neunten Tagesgewinn in Folge erzielen. Dies stellt die längste Gewinnserie seit fast sechs Jahren dar. David Russel vom Finanzdienstleister TradeStation erklärte dazu, dass der Dow in der jüngsten Rally der Wachstumsaktien vernachlässigt wurde, aber jetzt stecken die Anleger ihr Geld wieder in einige der wachstumsunbekannteren Werte.

Die asiatischen Aktien reagierten uneinheitlich auf die durchwachsenen US-Vorgaben. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt kurz vor Börsenschluss in Tokio 0,4 Prozent im Minus, während die Börse in Shanghai 0,4 Prozent im Plus notiert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewann 0,5 Prozent.

Die Märkte richten ihren Blick nun auf die nächste Woche, wenn die Fed, die Europäische Zentralbank und die BOJ die Zinsaussichten diskutieren. Die Analysten von TD Securities gehen davon aus, dass die Fed im Juli die letzte Zinserhöhung in diesem Zyklus vornehmen wird, aber noch nicht jetzt signalisieren wird.

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigt sich zum Dollar kaum bewegt. Aktuell werden für einen Euro 1,1138 Dollar bezahlt. Auch am Goldmarkt gibt es wenig Bewegung: Die Feinunze Gold kostet aktuell 1970 Dollar und somit 0,1 Prozent weniger.

Im Fokus des DAX steht am Morgen die SAP-Aktie. Europas größter Softwarehersteller hat seine Prognose für sein Zukunftsgeschäft gesenkt, da die Clouderlöse schwächer ausfielen als erwartet. Konzernchef Christian Klein erklärte, dass einige große Kunden aus dem öffentlichen Sektor aufgrund anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten sich für eine Lizenz- statt für eine Cloudlösung entschieden hätten. An der Börse wurden diese Nachrichten nicht positiv aufgenommen, und die Papiere notieren knapp fünf Prozent unter ihrem XETRA-Schlusskurs auf der Handelsplattform Tradegate.

Des Weiteren verhandelt die VW-Tochter Audi mit dem chinesischen Joint-Venture-Partner SAIC über eine gemeinsame Entwicklung von Elektroautos. Es wurde vereinbart, die Entwicklung von Elektroautos gemeinsam zu beschleunigen, jedoch wurden keine Details genannt. Audi erklärte, dass man mit Partnern an der zukünftigen Ausrichtung des China-Geschäfts arbeite.

Zudem ergeben sich nachdem sich der US-Finanzinvestor Silver Lake gut 84 Prozent der Anteile an der Software AG gesichert hat, außerplanmäßige Wechsel im MDAX und SDAX. Die Darmstädter Software AG wird aus dem MDAX gelöscht und durch den Regensburger Autozulieferer Vitesco ersetzt. Den Platz von Vitesco im SDAX nimmt der Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund ein. Die Änderungen werden am Dienstag wirksam.

Abschließend haben sowohl Apple als auch Google aktuelle Entwicklungen bekannt gegeben. Apple bekräftigte, dass der iPhone-Konzern keine "Hintertüren" für Behörden in seine Produkte einbauen würde, selbst bei Plänen zur Überwachung verschlüsselter Daten in Großbritannien. Google wiederum hat die Entwicklung einer Künstlichen Intelligenz gestartet, die Medienschaffende beim Verfassen von Artikeln und Überschriften unterstützen soll. Dieses Projekt befindet sich jedoch noch in einem frühen Stadium.

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