US-Kerninflation bleibt hartnäckig – Fed hält Zinsen stabil
Der PCE-Index der Fed verharrt im Januar 2026 deutlich über dem Zielwert und erschwert Zinssenkungen.

Das von der US-Notenbank Federal Reserve bevorzugte Inflationsmaß zeigt sich weiterhin hartnäckig. Der Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) lag im Januar 2026 bei 2,8 Prozent – ein leichter Rückgang gegenüber dem Dezemberwert, aber noch immer deutlich über dem Fed-Ziel von 2 Prozent. Das US-Handelsministerium veröffentlichte die Daten am Freitag.
Noch besorgniserregender ist die sogenannte Kernrate des PCE-Index. Sie kletterte im Januar auf 3,1 Prozent, nach 3,0 Prozent im Dezember. Die Kernrate schließt die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise aus und gilt als zuverlässigerer Maßstab für den zugrunde liegenden Preistrend in der US-Wirtschaft.
Keine Zinssenkung in Sicht
Die hartnäckigen Inflationsdaten dürften die Fed in ihrer abwartenden Haltung bestätigen. Auf der nächsten Sitzung der US-Notenbank werden Experten zufolge keine Änderungen beim Leitzins erwartet. Die Fed hatte den Leitzins zuletzt in einem engen Korridor gehalten, um die Inflation weiter zu bekämpfen.
Für deutsche Anleger und Exporteure sind diese Zahlen von erheblicher Bedeutung. Eine anhaltend restriktive Geldpolitik der Fed stützt den US-Dollar und beeinflusst die globalen Kapitalflüsse. Zudem wirken US-Zinsentscheidungen als wichtiger Referenzpunkt für die Europäische Zentralbank (EZB) und die internationalen Finanzmärkte.
Die Differenz zwischen der Gesamt-PCE-Rate von 2,8 Prozent und der Kernrate von 3,1 Prozent verdeutlicht, dass die Preisstabilität im Dienstleistungssektor besonders schwer zu erreichen ist. Analysten beobachten vor allem die Entwicklung der Wohnkosten und Löhne als treibende Faktoren hinter der erhöhten Kerninflation.
