US-Kampfjet F-16 in Deutschland abgestürzt – Pilot verletzt
F-16-Kampfjet nahe US-Basis Spangdahlem abgestürzt – Pilot verletzt, Ursache unklar.

Am Dienstag ist ein amerikanisches Kampfflugzeug vom Typ F-16 Fighting Falcon nahe der US-Luftwaffenbasis Spangdahlem in Rheinland-Pfalz abgestürzt. Der Pilot konnte sich rechtzeitig mit dem Schleudersitz katapultieren und wurde verletzt, erhält aber medizinische Versorgung. Die Absturzursache wird derzeit untersucht.
Der Vorfall ereignete sich gegen 14:30 Uhr Ortszeit. Die Basis Spangdahlem, eine militärische Einrichtung des US-Heeres im Westen Deutschlands, bestätigte den Absturz in einer offiziellen Erklärung. Demnach habe sich der Pilot sicher aus dem Flugzeug katapultieren können. Die Behörden vor Ort setzten umgehend Feuerwehrleute und Katastrophenschutzkräfte ein. Der Notfalleinsatz war jedoch bereits um 17:00 Uhr beendet.
Hintergrund und aktuelle Entwicklungen
Der Absturz in Deutschland ist nicht der erste Zwischenfall mit einer F-16 in jüngster Zeit. Bereits in der vergangenen Woche stürzte ein weiteres Kampfflugzeug dieses Typs während eines Trainingsmanövers im US-Bundesstaat Michigan ab. Auch dort konnte sich der Pilot sicher katapultieren. Allerdings wurden rund 30 Personen wegen einer Vergiftung durch chemische Substanzen behandelt, wie der Nachrichtensender CNN berichtete. Ein Militärpilot hatte den Fluglotsen damals mitgeteilt, dass das Flugzeug möglicherweise einen Vogel getroffen haben könnte.
Die F-16 Fighting Falcon ist ein einstrahliges Überschall-Mehrzweckkampfflugzeug, das seit den späten 1970er-Jahren bei der US Air Force und zahlreichen anderen Luftstreitkräften im Einsatz ist. Die Maschinen werden regelmäßig für Trainingsflüge und Übungsmanöver genutzt, auch auf dem Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem, der eine der wichtigsten US-Militäreinrichtungen in Deutschland darstellt.
Die genauen Umstände des Absturzes am Dienstag sind noch unklar. Die Basis hat eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Weitere Details zu den Verletzungen des Piloten oder möglichen Schäden am Boden wurden bislang nicht veröffentlicht. Die örtlichen Behörden bestätigten lediglich, dass der Einsatz nach rund zweieinhalb Stunden abgeschlossen werden konnte.
Für die Anwohner in der Region um Spangdahlem dürfte der Vorfall dennoch beunruhigend sein. Die Basis liegt im Bundesland Rheinland-Pfalz, etwa 30 Kilometer nordöstlich von Trier. Immer wieder kommt es in der Umgebung zu militärischen Übungsflügen, die jedoch in der Regel ohne Zwischenfälle verlaufen. Der jetzige Abstruck wirft Fragen zur Sicherheit der veralteten F-16-Flotte auf, die schrittweise durch modernere Modelle wie die F-35 ersetzt werden soll.
