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US-Inflationsrückgang beflügelt den DAX

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US-Inflationsrückgang beflügelt den DAX

Die überraschend deutliche Abschwächung der Inflation in den USA hat den deutschen Aktienmarkt belebt. Der DAX, der deutsche Leitindex, verzeichnete nach der Veröffentlichung der Juni-Inflationszahlen aus den USA bis zum gestern Nachmittag einen Anstieg um 0,52 Prozent auf 18.503 Punkte. Bereits am Vortag hatte der DAX um 0,9 Prozent auf 18.407 Punkte zugelegt, nachdem er am Tag davor um 1,3 Prozent gefallen war.

In den USA ist die Inflationsrate im Juni stärker zurückgegangen als erwartet. Die Verbraucherpreise stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,0 Prozent, nachdem sie im Vormonat noch um 3,3 Prozent gestiegen waren. Analysten hatten im Durchschnitt mit einer Abschwächung auf 3,1 Prozent gerechnet. Die Kerninflationsrate, die Energie und Nahrungsmittel ausschließt, fiel im Juni von 3,4 Prozent auf 3,3 Prozent. Diese Kernrate wird von der Federal Reserve (Fed) besonders beachtet, da sie den allgemeinen Preistrend besser widerspiegelt. Trotz der unerwartet kräftigen Rückgänge bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe kommentierte der Helaba-Experte Ralf Umlauf, dass eine Zinssenkung im Juli unwahrscheinlich sei.

An der Wall Street blieben die großen Indizes nach den neuen Inflationsdaten weitgehend stabil. Der Dow-Jones-Index, der S&P 500 und der Nasdaq 100 verzeichneten kaum Bewegung zum Handelsstart. In Deutschland stiegen hingegen die Erzeugerpreise für Agrarprodukte zum zweiten Mal in Folge. Im Mai kletterten sie um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Diese Preissteigerungen auf Herstellerebene werden meist verzögert an die Verbraucher weitergegeben. Während Strom deutlich günstiger geworden ist, hat sich der Preis für Olivenöl um fast 50 Prozent erhöht.

Die Internationale Energieagentur (IEA) berichtete, dass das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage im zweiten Quartal aufgrund der schwächelnden chinesischen Wirtschaft abgeschwächt sei. Der globale Verbrauch stieg nur um 710.000 Barrel pro Tag, was den geringsten Anstieg seit Ende 2022 darstellt. Unterdessen profitierte Bayer von einer schnellen Arznei-Zulassung der FDA für eine potenzielle Gentherapie zur Behandlung von Parkinson. Diese Nachricht führte zu einem Kursanstieg der Bayer-Aktien um 1,4 Prozent.

Volkswagen hat mit Quantumscape eine Lizenzvereinbarung geschlossen, um Feststoffzellen für bis zu eine Million E-Autos pro Jahr zu produzieren. Diese Batterietechnologie gilt als die nächste Generation für Elektrofahrzeuge. Die Einführung der Technologie ist jedoch noch nicht serienreif. Pfizer plant, noch in diesem Jahr eine neue Version seiner Abnehmpille Danuglipron in die klinische Erprobung zu bringen. Die bisherige Version hatte aufgrund hoher Nebenwirkungsraten und einer hohen Abbruchquote einen Rückschlag erlitten.

Südzucker verzeichnete im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 einen deutlichen Gewinnrückgang auf 155 Millionen Euro, während der Umsatz leicht auf 2,551 Milliarden Euro stieg. Die Einführung von E-Rezepten hat der Online-Apotheke DocMorris einen Umsatzschub verschafft, der im zweiten Quartal um 6,4 Prozent auf 250,5 Millionen Franken wuchs. Apple hat im Streit um den Bezahldienst Apple Pay eine Einigung mit der EU-Kommission erzielt und eine mögliche Milliardenstrafe abgewendet.

Die Optikerkette Fielmann konnte ihren Gewinn im ersten Halbjahr um etwa 14 Prozent auf bis zu 240 Millionen Euro steigern. Synlab wird aus dem SDAX ausscheiden und durch das Berliner Spezialpharma-Unternehmen Medios ersetzt. Delivery Hero setzt seine Erholung fort, nachdem die Aktien des Essenslieferdienstes auf ein Tief gefallen waren. E.ON und MAN Truck & Bus planen ein europaweites öffentliches Ladenetz für Elektro-Lastwagen mit rund 400 Ladepunkten.

Pepsico blieb im zweiten Geschäftsquartal hinter den Erwartungen der Analysten zurück, obwohl der Umsatz leicht anstieg. Über 70 Millionen Menschen haben die Spiele der Fußball-EM bei Magenta TV verfolgt. Beiersdorf investiert mehr als 200 Millionen Euro in ein neues Logistikzentrum in Leipzig, das 450 neue Arbeitsplätze schaffen wird. Der Automobilzulieferer Leoni verzeichnete eine Umsatzsteigerung, nachdem das Unternehmen zuvor in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Die Fondsgesellschaft DWS plant die Ausgabe eines Euro-basierten Stablecoins im Jahr 2025.

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