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US-Inflation im Dezember: Fed-Zinspause bleibt wahrscheinlich

Die US-Verbraucherpreise stiegen im Dezember um 2,7% im Jahresvergleich und lagen damit im Rahmen der Erwartungen. Die Kerninflation fiel mit 2,6% sogar etwas niedriger aus als prognostiziert.

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US-Inflation im Dezember: Fed-Zinspause bleibt wahrscheinlich

Die US-Inflation hat sich im Dezember weitgehend stabil gezeigt und untermauert damit die Erwartung, dass die Federal Reserve ihre Zinsen vorerst nicht senken wird. Der Verbraucherpreisindex (VPI) legte gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,7% zu, wie das Bureau of Labor Statistics am Dienstag mitteilte. Im Monatsvergleich stiegen die Preise um 0,3%.

Die Kerninflation, die volatile Energie- und Lebensmittelpreise ausklammert, fiel mit 2,6% im Jahresvergleich etwas niedriger aus als die erwarteten 2,7%. Von Reuters befragte Ökonomen hatten für den Gesamt-VPI einen Anstieg um 0,3% prognostiziert, was exakt mit den veröffentlichten Daten übereinstimmte.

Positive Marktreaktion

Die Finanzmärkte reagierten überwiegend positiv auf die Inflationsdaten. US-Aktienfutures reduzierten ihre Verluste, während die Renditen der US-Staatsanleihen sanken. Die Rendite 10-jähriger Anleihen gab um 1,6 Basispunkte auf 4,171% nach. Der Dollar-Index schwächte sich leicht ab und notierte bei 98,93.

Adam Sarhan, CEO von 50 Park Investments, kommentierte: "Jedes Mal, wenn die Inflation sinkt, ist das gut für Aktien, da dies der Fed mehr Spielraum für Zinssenkungen gibt. Der Markt liebt lockeres Geld von der Fed."

Expertenmeinungen gespalten

Die Einschätzungen der Analysten zur weiteren Zinspolitik fallen unterschiedlich aus. Art Hogan von B. Riley Wealth sieht in den Daten "ein gewisses Maß an guten Nachrichten" und erwartet, dass die Fed bei einer Fortsetzung dieses Trends im ersten Quartal Spielraum für Zinssenkungen haben könnte.

Ellen Zentner von Morgan Stanley Wealth Management zeigt sich hingegen skeptischer: "Die Inflation heizt sich nicht wieder auf, liegt aber weiterhin über dem Zielwert. Der heutige Inflationsbericht liefert der Fed nicht das, was sie für eine Zinssenkung noch in diesem Monat benötigt."

Ausblick auf weitere Zinspolitik

Peter Cardillo von Spartan Capital Securities rechnet nicht mit einer Zinssenkung im Januar, erwartet aber eine Senkung im März. "Ich gehe davon aus, dass wir dieses Jahr wahrscheinlich zwei Zinssenkungen erleben werden", so Cardillo. Die hartnäckige Inflation sei hauptsächlich auf Zölle zurückzuführen, doch die Tatsache, dass keine aggressiveren Anstiege zu sehen seien, sei positiv für die Fed.

Brian Jacobsen von Annex Wealth Management betont: "Es sieht so aus, als hätte sich die Inflationskurve gebogen und steuere auf das Ziel der Fed zu, anstatt sich davon zu entfernen." Die vollständige Auflösung von Verzerrungen im Wohnungsindex werde sich allerdings erst im Frühjahr zeigen.

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