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US hebt Beschränkungen für neue Flüge aus Mexiko-Stadt auf

Mexikanische Airlines dürfen wieder neue USA-Routen von beiden Hauptstadt-Flughäfen anbieten – Ende eines langen Luftfahrtstreits.

• 2 Min
US hebt Beschränkungen für neue Flüge aus Mexiko-Stadt auf

Mexikanische Fluggesellschaften dürfen künftig neue Flüge von den beiden internationalen Flughäfen Mexiko-Stadts in die Vereinigten Staaten aufnehmen. Das US-Verkehrsministerium hat die entsprechenden Auflagen aufgehoben, die im Rahmen von Luftfahrtstreitigkeiten zwischen den beiden Ländern verhängt worden waren. Die mexikanische Regierung teilte dies am Freitag mit, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Nach einer Erklärung der mexikanischen Ministerien für auswärtige Angelegenheiten sowie für Kommunikation und Verkehr ermöglicht die Entscheidung den Fluggesellschaften, Routen in die USA vom Flughafen Felipe Angeles International (AIFA) und dem Flughafen Benito Juarez International einzurichten. Damit erhalten die Carrier wieder Zugang zu einem der wichtigsten internationalen Luftverkehrsmärkte der Region. Das US-Verkehrsministerium reagierte zunächst nicht umgehend auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

Hintergrund des Luftfahrtstreits

Die Ankündigung ist das Ergebnis eines längeren Disputs zwischen Washington und Mexiko-Stadt über den Luftverkehr. US-Verkehrsminister Sean Duffy hatte im Mai erklärt, die mexikanische Regierung habe zugestimmt, den Luftzugang zum Flughafen Mexiko-Stadt zu verbessern. Die Regierung von Präsident Donald Trump habe mit Mexiko eine Vereinbarung über einen Plan erzielt, um die Bedenken der USA hinsichtlich der Einhaltung eines Luftverkehrsabkommens zwischen den beiden Ländern aus dem Jahr 2015 auszuräumen, so Duffy.

Im Zentrum des Konflikts stand demnach die Frage, wie der Flugverkehr zwischen den beiden Staaten verteilt werden soll. Mexiko hatte in den vergangenen Jahren versucht, den Verkehr stärker auf den neueren Flughafen Felipe Angeles zu lenken, der als Entlastung für den stark ausgelasteten Benito Juarez International dienen soll. Die USA hatten die Einhaltung des bestehenden Abkommens von 2015 angezweifelt – ein Punkt, der nun nach Angaben des US-Verkehrsministers ausgeräumt werden konnte.

Fluggesellschaften begrüßen Entscheidung

Die Entscheidung wurde von den mexikanischen Fluggesellschaften begrüßt. Die Carrier Viva und Aeromexico gaben an, dass sie die Flugverbindungen zwischen den beiden Ländern stärken werde. Für die Airlines bedeutet die Aufhebung der Beschränkungen die Möglichkeit, ihr Streckennetz in Richtung USA auszubauen und zusätzliche Passagiere zu gewinnen.

Für deutsche Anleger und Reisende ist die Entwicklung vor allem mit Blick auf die internationale Luftfahrt relevant. Mexiko-Stadt zählt zu den größten Luftverkehrsdrehkreuzen Lateinamerikas, und Verbindungen in die USA sind für Geschäfts- und Tourismusreisen von großer Bedeutung. Eine Ausweitung des Flugangebots kann den Wettbewerb auf den entsprechenden Strecken erhöhen und das Angebot für Passagiere verbreitern.

Wie schnell die Fluggesellschaften tatsächlich neue Routen aufnehmen, ist offen. Die mexikanische Regierung machte keine Angaben zu konkreten Zeitplänen oder einzelnen Strecken. Klar ist jedoch, dass beide beteiligten Flughäfen nun wieder als Ausgangspunkt für zusätzliche US-Verbindungen zur Verfügung stehen.

Der Fall zeigt, wie stark regulatorische Rahmenbedingungen und bilaterale Abkommen den Wettbewerb im internationalen Luftverkehr prägen. Für die betroffenen Airlines und deren Investoren bleibt abzuwarten, welche Strecken konkret genehmigt werden und wie sich das Angebot auf die Auslastung und die Ticketpreise auswirkt.

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