US-Großbanken verdoppeln Trump-Konten für Mitarbeiterkinder mit je 1.000 Dollar
JPMorgan Chase, Bank of America und Wells Fargo stocken staatliche Altersvorsorgezulagen für Neugeborene auf.

Die drei größten US-Banken JPMorgan Chase, Bank of America und Wells Fargo haben angekündigt, die staatlichen Einmalzahlungen von je 1.000 Dollar auf Altersvorsorgekonten für Kinder ihrer Mitarbeiter zu verdoppeln. Die Finanzinstitute reagieren damit auf ein neues Pilotprogramm der US-Regierung, das die Vermögensungleichheit in den Vereinigten Staaten verringern soll.
Das sogenannte "Trump-Konto"-Programm sieht vor, dass das US-Finanzministerium für alle zwischen dem 1. Januar 2025 und dem 31. Dezember 2028 in den USA geborenen Kinder 1.000 Dollar auf steuerbegünstigte Sparkonten einzahlt. Die Initiative geht teilweise auf den Hedgefondsmanager Brad Gerstner zurück und zielt darauf ab, langfristiges Sparen und Investieren bereits ab der Geburt zu fördern.
In internen Rundschreiben, die am Mittwoch an die Belegschaft verschickt wurden, begrüßte die Bank of America die "innovativen Lösungen" der Regierung für die Altersvorsorge. Wells Fargo folgte noch am selben Tag mit einer eigenen Ankündigung. JPMorgan Chase hatte sich bereits zuvor dem Programm angeschlossen.
Finanzbranche zeigt breite Unterstützung
Neben den drei Großbanken haben auch weitere bedeutende Finanzunternehmen ihre Teilnahme am Programm erklärt. Zu den Unterstützern zählen der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock, die Depotbank BNY, der Online-Broker Robinhood sowie die Finanzdienstleister SoFi und Charles Schwab. Die Finanzbranche dominiert damit die Liste der Unternehmen, die Beitragsverdoppelungen anbieten.
Das Programm hat auch Zusagen von prominenten Persönlichkeiten erhalten. Milliardäre wie Michael und Susan Dell sowie der Hedgefondsmanager Ray Dalio unterstützen die Initiative ebenso wie die Rap-Künstlerin Nicki Minaj. Die breite Unterstützung aus Wirtschaft und Gesellschaft unterstreicht die Bedeutung, die der langfristigen Vermögensbildung beigemessen wird.
Langfristige Perspektive für junge Generation
Mit der Verdoppelung der staatlichen Einlage auf 2.000 Dollar schaffen die Banken für Kinder ihrer Mitarbeiter einen deutlich verbesserten Start in die Altersvorsorge. Bei einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von sieben Prozent könnte dieser Betrag bis zum Renteneintritt auf über 30.000 Dollar anwachsen – ohne weitere Einzahlungen.
Die Initiative der US-Regierung und die Beteiligung großer Arbeitgeber zeigen einen neuen Ansatz im Kampf gegen Altersarmut und Vermögensungleichheit. Durch den frühen Start sollen insbesondere Familien mit niedrigerem Einkommen von den Zinseszinseffekten profitieren und langfristig Vermögen aufbauen können.
