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US-Futures unter Druck: Tech-Ausverkauf belastet Wall Street vor Inflationsdaten

Technologiewerte brechen ein, KI-Sorgen belasten Cisco und Logistikbranche, VPI-Daten am Freitag im Fokus

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US-Futures unter Druck: Tech-Ausverkauf belastet Wall Street vor Inflationsdaten

Die US-Aktienmärkte stehen unter Druck. Nach einem deutlichen Ausverkauf im Technologiesektor tendierten die Futures am Donnerstagabend schwächer. Anleger blicken nun gespannt auf die Inflationsdaten für Januar, die am Freitag veröffentlicht werden und wichtige Impulse für die weitere Marktentwicklung liefern könnten.

Die S&P 500 Futures fielen um 0,1% auf 6.845,75 Punkte, während die Nasdaq 100 Futures ebenfalls 0,1% auf 24.741,0 Punkte nachgaben. Die Dow Jones Futures notierten bei 49.506,0 Punkten leicht im Minus. An der Wall Street hatte der S&P 500 bereits am Donnerstag 1,6% verloren, der NASDAQ Composite büßte sogar 2% ein und schloss bei 22.597,15 Punkten.

Der Technologiesektor geriet besonders stark unter Druck. Auslöser waren erneute Sorgen über disruptive Veränderungen durch künstliche Intelligenz sowie enttäuschende Quartalszahlen von Cisco Systems. Der Netzwerkausrüster brach nach der Veröffentlichung seiner Geschäftszahlen um 12% ein und zog andere Tech-Werte mit nach unten. Die "Magnificent Seven" der Wall Street verloren zwischen 0,6% und 3%.

KI-Tool schockt Logistikbranche

Besonders dramatisch entwickelte sich die Situation bei Logistik- und Transportaktien. Ein neues Tool des KI-Unternehmens Algorhythm Holdings soll Ineffizienzen im Fracht- und Logistikbetrieb erheblich reduzieren können. Die Nachricht löste bei Lkw- und Logistikunternehmen massive Verluste aus, während die Algorhythm-Aktie selbst um fast 30% in die Höhe schnellte. Anleger befürchten einen deutlichen Nachfragerückgang in der traditionellen Logistikbranche.

Die Unsicherheit über weitere Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve hält Investoren zusätzlich zurück. Nach den überraschend starken Beschäftigungszahlen außerhalb der Landwirtschaft für Januar mehren sich die Zweifel an baldigen Zinssenkungen. Die robusten Arbeitsmarktdaten zeigen, dass die US-Wirtschaft weiterhin auf solidem Fundament steht – was der Fed weniger Spielraum für geldpolitische Lockerungen gibt.

VPI-Daten als Gradmesser

Alle Augen richten sich nun auf die Verbraucherpreisdaten für Januar, die am Freitagmorgen veröffentlicht werden. Ökonomen erwarten eine leichte Abkühlung sowohl der Gesamt- als auch der Kerninflation gegenüber dem Vormonat. Allerdings lag der VPI in den vergangenen vier Jahren im Januar stets über den Markterwartungen – ein Muster, das die Märkte nervös macht.

Jegliche Anzeichen hartnäckiger Inflation könnten die Einschätzung verstärken, dass die Fed mit weiteren Zinssenkungen zurückhaltend bleiben wird. Laut CME Fedwatch preisen Anleger derzeit eine hohe Wahrscheinlichkeit ein, dass es im März und April keine Zinssenkungen geben wird. Dies könnte die US-Märkte weiter unter Druck setzen und die jüngsten Gewinnmitnahmen beschleunigen.

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