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US-Futures steigen nach Trumps verlängerter Iran-Frist

Präsident Trump verschiebt Angriffsfrist auf iranische Energieinfrastruktur – Wall Street reagiert mit Kursgewinnen.

2 Min
US-Futures steigen nach Trumps verlängerter Iran-Frist

Die US-Aktienfutures legten am Freitagmorgen deutlich zu, nachdem Präsident Donald Trump die Frist für mögliche Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur um mehr als eine Woche verlängert hatte. Trump erklärte via Social Media, die neue Frist gelte bis zum 6. April. Der S&P 500 Future stieg um 0,55 Prozent auf 6.560,75 Punkte, der Nasdaq 100 Future legte 0,6 Prozent auf 23.935,50 Punkte zu, und der Dow Jones Future gewann 0,5 Prozent auf 46.460,00 Punkte.

Trump begründete die Verlängerung damit, dass die iranische Regierung selbst um mehr Zeit gebeten habe und die Verhandlungen mit Teheran gut verliefen. Zudem behauptete er, der Iran habe zehn Öltankern die Durchfahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus gestattet. Über diese Meerenge werden rund 20 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs abgewickelt – die Öffnung war eine zentrale Bedingung für Trumps ursprüngliche Frist.

Widersprüchliche Signale belasten die Stimmung

Die Futures zeigten sich dennoch volatil. Das Wall Street Journal berichtete, das Pentagon erwäge die Entsendung von weiteren 10.000 Soldaten in den Nahen Osten. Diese würden sich den bereits rund 5.000 dort stationierten Marines und Fallschirmjägern anschließen und voraussichtlich in Schlagdistanz zum Iran und seinem wichtigsten Ölexportterminal, der Insel Charg, positioniert werden. Die Meldung dämpfte den Optimismus über mögliche Friedensgespräche spürbar.

Auf iranischer Seite schlossen hochrangige Beamte direkte Gespräche mit Washington weitgehend aus. Außenminister Abbas Araghchi betonte, der Austausch von Botschaften über Vermittler sei keine Verhandlung. Teheran prüfe zwar einen 15-Punkte-Vorschlag Washingtons für einen Waffenstillstand, habe aber gleichzeitig einen eigenen Fünf-Punkte-Plan vorgelegt – inklusive Reparationsforderungen an die USA und Israel sowie einem Gebührensystem für die Straße von Hormus.

Wall Street am Donnerstag unter Druck

Die Erholung der Futures folgt auf deutliche Verluste an der Wall Street am Donnerstag. Der S&P 500 verlor 1,7 Prozent, der Dow Jones büßte 1,0 Prozent ein. Besonders hart traf es den Nasdaq Composite, der mehr als 10 Prozent unter seinem jüngsten Rekordschlussstand notierte und damit offiziell in eine Korrektur eintrat.

Zu den größten Verlierern zählten Meta Platforms mit einem Minus von 7 Prozent, nachdem zwei Gerichtsurteile das Unternehmen für die Schädigung junger Nutzer haftbar gemacht hatten. Nvidia gab rund 4 Prozent nach, belastet durch Wettbewerbssorgen im KI-Chip-Segment, nachdem Arm Holdings einen neuen Rechenzentrum-Chip vorgestellt hatte. Steigende Ölpreise infolge der geopolitischen Unsicherheiten drückten ebenfalls auf die Anlegerstimmung.

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