US-Futures stabil trotz Ölpreissprung und Wall-Street-Ausverkauf
Geopolitische Spannungen im Nahen Osten treiben Ölpreise um mehr als 8 Prozent nach oben und belasten die Aktienmärkte.

Die US-Aktienfutures zeigten sich am Donnerstagabend kaum verändert, nachdem die Wall Street einen deutlichen Ausverkauf verzeichnet hatte. S&P 500 Futures legten um 0,1 Prozent auf 6.843,50 Punkte zu, die Nasdaq 100 Futures stiegen ebenfalls um 0,1 Prozent auf 25.072,75 Punkte. Die Dow Jones Futures notierten 0,2 Prozent höher bei 48.064,0 Punkten.
Der eigentliche Handelstag verlief für Anleger deutlich schlechter. Der Dow Jones Industrial Average verlor 1,6 Prozent, der S&P 500 gab 0,6 Prozent nach und der Nasdaq Composite schloss 0,3 Prozent tiefer. Damit setzte die Wall Street ihren übergeordneten Abwärtstrend der laufenden Woche fort.
Hauptauslöser des Ausverkaufs waren die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten. Der Rohölpreis schoss im Tagesverlauf um mehr als 8 Prozent in die Höhe, da Sorgen um die Sicherheit der Schifffahrtswege im Persischen Golf die Märkte erschütterten.
Ölpreisanstieg befeuert Inflationssorgen
Höhere Energiepreise belasten Unternehmen auf mehreren Ebenen gleichzeitig: Sie drücken die Gewinnmargen, bremsen die Konsumausgaben der Verbraucher und erschweren der US-Notenbank Federal Reserve die Inflationsbekämpfung. Besonders zinssensitive Wachstumsaktien gerieten unter Druck. Viele Anleger flüchteten in sicherere Anlageklassen, was die Volatilität an den globalen Finanzmärkten weiter verstärkte.
Im Fokus steht nun der US-Arbeitsmarktbericht für Februar, der am Freitag veröffentlicht wird. Ökonomen erwarten, dass die US-Wirtschaft rund 58.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen hat. Die Arbeitslosenquote soll voraussichtlich nahe 4,3 Prozent verbleiben.
Nonfarm Payrolls als Schlüssel für Fed-Erwartungen
Der Bericht dürfte maßgeblich die Erwartungen der Marktteilnehmer hinsichtlich künftiger Zinssenkungen der Federal Reserve beeinflussen. Ein robuster Arbeitsmarkt würde der Fed Spielraum geben, die Leitzinsen länger auf dem aktuellen Niveau zu halten. Händler rechnen zwar grundsätzlich mit einer geldpolitischen Lockerung im weiteren Jahresverlauf, doch haben geopolitische Risiken und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit die Hoffnungen auf aggressive Zinssenkungen bereits gedämpft.
