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US-Futures im Minus: Banken-Zahlen enttäuschen, China meldet Rekordüberschuss

Die US-Börsen starten schwach in den Handelstag. Während JPMorgan mit Gewinnrückgang enttäuscht, sorgt Chinas Rekord-Handelsüberschuss von 1,2 Billionen Dollar für Aufsehen. Gold erreicht neues Allzeithoch.

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US-Futures im Minus: Banken-Zahlen enttäuschen, China meldet Rekordüberschuss

Die Terminkontrakte auf die wichtigsten US-Aktienindizes notieren am Mittwoch im Minus. Der Dow-Futures verliert 0,3 Prozent, S&P 500 und Nasdaq 100 Futures geben jeweils 0,2 Prozent nach. Im Fokus stehen die Quartalszahlen großer Wall-Street-Banken und überraschend starke Handelsdaten aus China.

JPMorgan enttäuscht trotz starkem Handelsgeschäft

Die größte US-Bank JPMorgan Chase verzeichnete im vierten Quartal einen Gewinnrückgang. Belastend wirkten Rückstellungen im Zusammenhang mit der Übernahme einer Kreditkartenpartnerschaft von Goldman Sachs. Die Aktie verlor daraufhin 4,2 Prozent. CEO Jamie Dimon zeigte sich dennoch optimistisch zur US-Wirtschaft und betonte die Bedeutung einer unabhängigen Federal Reserve.

Am Mittwoch folgten weitere Schwergewichte: Bank of America konnte dank höherer Handelserlöse einen Gewinnzuwachs vermelden, die Aktie legte 0,5 Prozent zu. Wells Fargo hingegen verfehlte die Umsatzerwartungen und verlor 2 Prozent. Analysten erwarten für die S&P 500-Unternehmen ein durchschnittliches Gewinnwachstum von 8,8 Prozent im vierten Quartal.

Fed-Zinspolitik bleibt im Fokus

Die stabilen Verbraucherpreisdaten vom Dienstag haben die Erwartung gefestigt, dass die Federal Reserve die Zinsen Ende Januar unverändert lässt. Händler preisen aktuell etwa zwei Zinssenkungen bis Jahresende ein. Am Mittwoch stehen weitere wichtige Wirtschaftsdaten an: Die Erzeugerpreise und Einzelhandelsumsätze könnten zusätzliche Hinweise auf die künftige Geldpolitik geben.

China meldet Rekord-Handelsüberschuss

China verzeichnete 2025 einen Rekord-Handelsüberschuss von 1,2 Billionen US-Dollar – ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein im Dezember belief sich der Überschuss auf 114,14 Milliarden Dollar. Die Zahlen spiegeln Pekings Strategie wider, Exporte verstärkt in die EU, Südostasien, Lateinamerika und Afrika zu lenken, um die aggressive US-Zollpolitik zu umgehen.

Allerdings wird der hohe Überschuss auch durch schwächere Importe gestützt. Die chinesische Wirtschaft kämpft mit verhaltenen Konsumausgaben und einer anhaltenden Immobilienkrise. Für die globalen Märkte bedeutet dies sowohl Chancen durch günstige Importpreise als auch Risiken durch geopolitische Spannungen.

Gold auf Allzeithoch, Öl gibt nach

Gold kletterte auf ein neues Rekordhoch von 4.640,13 US-Dollar je Unze. Neben den Inflationsdaten treiben vor allem geopolitische Spannungen die Nachfrage nach sicheren Häfen. Insbesondere die anhaltenden Proteste im Iran mit rund 2.000 Todesopfern belasten die Stimmung.

Die Ölpreise gaben hingegen nach: Brent-Futures fielen um 0,8 Prozent auf 64,96 Dollar, WTI-Futures sanken auf 60,69 Dollar. Venezuela hat seine Ölexporte im Rahmen eines Abkommens mit Washington wieder aufgenommen, zudem stiegen die US-Rohölbestände um 5,23 Millionen Barrel.

Technologiesektor unter Druck

Im Technologiebereich gerieten Cybersicherheitsaktien unter Druck. Palo Alto Networks und Fortinet verloren vorbörslich an Wert, nachdem bekannt wurde, dass China inländischen Unternehmen die Nutzung bestimmter US- und israelischer Cybersicherheitssoftware aus Sicherheitsgründen untersagt hat.

Die breiteren Marktindizes zeigen sich dennoch robust: S&P 400 Midcaps und S&P 600 Smallcaps übertreffen in diesem Jahr bisher den S&P 500. Die Begeisterung für künstliche Intelligenz und positive Quartalsergebnisse stützen weiterhin die Kurse.

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